HLW-Workshop in Schloss Porcia
Chancen der Frauen in der Region

Melanie Lang und Amata Reiner mit Anna Oberlerchner und Theresa Genser
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Im Hinblick auf die Diplomarbeit zweier Maturantinnen hat die HLW erstmals einen öffentlichen Workshop veranstaltet.

SPITTAL. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit "Humankapital stärken - die Stellung der Frau in Wirtschaft und Gesellschaft" haben die beiden HLW-Maturantinnen Theresa Genser und Anna Oberlerchner im Schloss Porcia zu einem Workshop geladen. Unterstützt von ihren Betreuungslehrerinnen Melanie Lang und Amata Reiner ging es den Schülerinnen, die beide Tourismusmanagement studieren wollen, wie sie der WOCHE verrieten, um die Beantwortung von Fragen wie: Warum verlassen Frauen die Region? Was muss umgekehrt gegeben sein, um Frauen in der Region zu halten? Begleitet wird die zirka 50 Seiten fassende Diplomarbeit von der lokalen Aktionsgruppe LAG Nockregion, vertreten durch Regionalmanagerin Christine Sitter und ihren beiden Teammitgliedern Maria Aichholzer und Barbara Müller-Panzirsch.

Grußworte des Bürgermeisters

Nach den Grußworten von Bürgermeister und LAG-Obmann Gerhard Pirih sowie HLW-Direktor Adi Lackner wurden in jeweils fünf Personen umfassenden Gruppen, zu denen auch die LAG-Gremiumsmitglieder Heidi Penker, Vizebürgermeisterin von Gmünd, und Ingrid Gritschacher, Steuerberaterin aus Lendorf, gehörten, verschiedene Themen behandelt. Nach 20 Minuten standen die Antworten, vorgetragen unter der Ko-Moderation von Christine Sitter, fest.

"Fehlendes Selbstbewußtsein"

Zur Frage "Wie empfinden Sie die Rolle der Frau in Wirtschaft und Gesellschaft in unserer Region?" wurden als postive Merkmale die "tragende Rolle" in der Gesellschaft und eine "positive Entwicklung" zu mehr Verantwortung angeführt. Auf der Negativ-Seite standen "fehlendes Selbstbewußtsein, wenig Wertschätzung", der geringere Lohn sowie die tragende Rolle in der Familie und mithin die eingeschränkte Teilnahme am öffentlichen Leben. Zu "Mit welchen Herausforderungen haben Frauen in ländlichen Gebieten zu kämpfen" notierten die Workshopteilnehmer die Stichworte "räumliches Management wie Weg zur Arbeit, Kinderbetreuung, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten" sowie "Druck auf Höherqualifizierung".

"Der Liebe willen"

Zur Frage, warum Frauen in der Region bleiben, fielen die Argumente Liebe, Familienbindung, Freunde, Arbeit, soziale Bindung und Lebensqualität. Umgehrt zögen Frauen wegen des fehlenden Jobangebots, schlechter Ausbildungsmöglichkeiten, Neugierde oder weil sie ihrem Partner folgten. Die alles entscheidende Frage "Was muss gegeben sein, dass Frauen in der Region bleiben" wurde mit den Stichworten "Ausbildungs- und Arbeitsplätze, Studiumangebote, flexible Kinderbetreuung und familienfreundliche Unternehmen, gegebene Lebensqualität, kulturelle Angebote sowie mehr Möglichkeiten zum Homeoffice". Schließlich wurde auch argumentiert, Frauen müssten unabhängig vom Angebot selbst entscheiden können, ob sie einer Voll- oder Teilzeittätigkeit nachgehen.

Demographisches Impulsreferat

Dem Brainstorming der Workshopteilnehmer ging ein Impulsreferat von Tatjana Fischer voraus, die sich an der Uni für Bodenkultur (Boku) in Wien mit Fragen der demographischen Entwicklung befasst. Die Wissenschaftlerin wies darauf hin, dass von den jungen Menschen im Zusammenhang der ländlichen Regionalentwicklung zu viel erwartet werde, "obwohl wir wissen, dass vor allem die 20- bis 29-Jährigen in einer sehr dynamischen Lebensphase sind und viele von ihnen an mehreren Orten leben (Stichwort 'Multilokalität'). Die emotionale Heimatverbundenheit dieser Personen mit den ländlichen Herkunftsgemeinden werde weniger von der Verbundenheit mit der Gemeinde als politisch-administrative Einheit als vielmehr mit den Eltern und Freunden bestimmt. Fischer: "Warum also so viel in die emotionale Heimatverbundenheit investieren, wenn diese ohnehin bereits stark ausgeprägt ist?"

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