Welt MS-Tag
"Möchte Betroffenen Mut machen"

Gernot Morgenfurt kämpfte sich durch hartes Training zurück
  • Gernot Morgenfurt kämpfte sich durch hartes Training zurück
  • Foto: KK/Morgenfurt
  • hochgeladen von Lara Piery

Am internationalen MS-Tag, 29. Mai, hält Gernot Morgenfurt einen Vortrag zur MS-Erkrankung.

TECHENDORF. Gernot Morgenfurt ist seit 1984 an MS (Multipler Sklerose) erkrankt. Auslöser war möglicherweise eine Zeckenschutzimpfung beim Bundesheer, nachweisbar ist es nicht. Heute weiß man, dass MS eine Nebenwirkung der Impfung sein kann.

Welt-MS-Tag

Der Welt-MS-Tag ist am 29. Mai. Anlässlich dazu hält der ehemalige Paralympics-Sportler Gernot Morgenfurt einen Vortrag zum Thema MS-Erkrankung. Er erzählt hier unter anderem, wie er es mit der Krankheit vom Rollstuhl aufs Einrad und schließlich zur Weltspitze im Para-Ski-Sport geschafft hat. Zusätzlich bietet der Techendorfer die MS-Wohlfühltage im September am Weißensee an. Bei den angebotenen Workshops erhalten die Betroffenen eine Anleitung, wie sie am besten mit ihrer Situation umgehen können und welche Maßnahmen Morgenfurt selbst getroffen hat. "Zusätzlich gibt es sensationelle Neuigkeiten zu weiteren Therapiemethoden und wie man die Erkrankung verbessern kann", erklärt Gernot Morgenfurt. Welche das genau sind, erfährt man erst beim Vortrag selbst. "Jeder, der sich mit der Erkrankung beschäftigen möchte, ist herzlich eingeladen." Er möchte mit seiner Arbeit anderen Betroffenen und deren Familienmitgliedern Mut machen. "Ich möchte aufzeigen, wie ich es selbst vom Rollstuhl aufs Einrad geschafft habe."

Nachweislich gestoppt

Im Gespräch mit der WOCHE verrät der einstige Spitzensportler jedoch, dass er einige Nachweise und medizinische Befunde vorzeigen kann, die beweisen, dass die Erkrankung gestoppt werden kann.

Das Augentraining

Nachdem er Anfang April seine internationale Sportkarriere ad acta gelegt hat, konzentriert er sich vermehrt auf sein Augentraining. "Mein letzter Schub 2005 hat mir das Licht ausgeknipst." Dank einer Kortisontherapie hat er noch zirka fünf Prozent Sehvermögen. Für Morgenfurt jedoch zu wenig, so trainiert er mit speziellem Augentraining für eine Verbesserung seines Sehvermögens. "Ich bin derzeit voll im Training, das dauert jedoch noch etwas", fügt er hinzu. Den nationalen Skisport hat der passionierte Ski-Alpin-Sportler jedoch noch nicht an den Nagel gehängt. "Ich bin aufgrund von diversen Unstimmigkeiten mit dem ÖSV aus dem internationalen Sport ausgetreten." Sein Fokus liegt nun auf seiner Gesundheit und, MS-Betroffene stärker zu informieren.

Zur Sache

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems bei jungen Erwachsenen. Schätzungen zufolge sind weltweit rund 2,5 Millionen Menschen davon betroffen.
Vortrag: Mittwoch, 29. Mai, 19 Uhr, Weißenseehaus.

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