Wirtschaft
Oberkärntner Unternehmen setzen neue Maßstäbe

Zur Aufbereitung des Materials kommt eine mobile Systemlösung der Firma Lindner, bestehend aus Shredder und Sieb, zum Einsatz
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  • Foto: Lindner-Recyclingtech GmbH
  • hochgeladen von Thomas Dorfer

Die Oberkärntner Unternehmen Lindner Recyclingtech und Erdbau Fürstauer entwickelten eine Lösung zur umweltschonenden Entsorgung von Schwemmholz nach Naturkatastrophen.
 
SPITTAL. Die starken Unwetter im November 2019 im Mölltal haben nicht nur unzählige Murenabgänge ausgelöst und damit Schäden in Millionenhöhe verursacht, sondern auch tonnenweise Bruch- und Schwemmholz hinterlassen. Um dieses möglichst umweltschonend und unkompliziert zu verwerten, haben sich die Unternehmen Lindner Recyclingtech aus Spittal und Erdbau Fürstauer aus Mühldorf zusammengetan und eine Lösung entwickelt.  „Wir schätzen, dass sich circa 20.000 Schüttraummeter Wildholz im Gebiet befinden!“, erklärt Helmut Fürstauer.
Bisher mussten solche Hölzer aufwändig mittels Lastkraftwägen in andere Bundesländer gebracht werden, um dort entsorgt zu werden. "Wenn wir mit 20 m3 pro Ladung rechnen, würde alleine der Transport über 500 Tonnen CO2 verursachen.", so Fürstauer weiter. Hier kommt die Firma Lindner, eine der weltweit führenden Spezialisten für Technologien zur Aufbereitung von Abfällen, ins Spiel. Fürstauer kümmert sich um die Logistik, Lindner um die Maschinerie.“ Der rechtliche Aspekt wurde in Gesprächen mit dem Land Kärnten geprüft. Eine Ausnahme im Altlastensanierungsgesetz erlaubt es, anfallendes Holz nach Naturkatastrophen kostenfrei zu entsorgen. Das ermöglicht es betroffenen Gemeinden rechtssicher auf diese Lösung zurückgreifen zu können.
 

Aufbereitung und Verwertung direkt vor Ort

Zur Aufbereitung des Materials kommt eine mobile Systemlösung der Firma Lindner, bestehend aus Shredder und Sieb, zum Einsatz. Dazu Clemens Jäger, Leiter des Projekts bei Lindner erzählt: „Wir halten es für sinnvoller, die Maschinen direkt ins Gebiet zu bringen, in dem das Holz anfällt. Großvolumiges Bruchholz oder Wurzelstöcke lassen sich nach der Zerkleinerung und Trennung von Erde und Steinen wesentlich einfacher manövrieren. Darüber hinaus haben wir die Maschinen so ausgelegt, dass sich das fertige Material direkt in lokalen Biomassekraftwerken ohne weitere Aufbereitung klimaschonend für die Gewinnung von Energie und Wärme verwenden lässt. Im Idealfall beschränkt sich so der Transportaufwand auf wenige Kilometer.“ Erste Tests Anfang Jänner zeigten, dass die Lösung einwandfrei funktioniert und ab sofort eingesetzt werden kann.

Zur Sache

Das Familienunternehmen Lindner bietet seit Jahrzehnten innovative und erfolgsbewährte Zerkleinerungslösungen. Von der Planung über die Entwicklung, Konstruktion und Produktion bis zum Service kommt dabei alles aus einer Hand. An den Produktionsstandorten in Spittal/Drau und Feistritz/Drau fertigt Lindner Maschinen und Anlagenkomponenten, die in fast einhundert Länder exportiert werden. Das Portfolio umfasst neben stationären und mobilen Zerkleinerungsmaschinen für die Abfallverwertung auch komplette Systeme für das Kunststoffrecycling sowie für die Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen und Altholz. Zu den Anwendungen gehören Hausmüll, Gewerbe- und Industrieabfälle, Altholz, Kunststoffe, Verpackungsmaterial, Papier und Leichtschrott.

Bereits seit 1994 ist die Firma Erdbau Fürstauer ein zuverlässiger Partner im Bereich von Erdarbeiten jeglicher Art. Die Leistungspalette ist bunt gefächert und erstreckt sich von klassischen Tiefbautätigkeiten und Abbrucharbeiten, über Güter- und Forstwegebau bis hin zu modernster Mauer- und Außenanlagengestaltungen. Seit einigen Jahren ist das Unternehmen auch erfolgreich im Hochbau vertreten und hat sich zu einem professionellen und vor allem leistungsfähigen Unternehmen in der Bauwirtschaft entwickelt.

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