Wahlkampf in Spittal

Die Wahl in der Bezirkshauptstadt wird spannend.
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SPITTAL. Ob es ganz ohne Stichwahl in der Bezirkshauptstadt Spittal gehen wird, kann noch nicht gesagt werden. Am 28. Februar wird gewählt, Stichwahl wäre dann für den 14. März vorgesehen. Die WOCHE Spittal hat die Bürgermeisterkandidaten der Bezirkshauptstadt gebeten, sich vorzustellen.

Gerhard Pirih (SPÖ)

Der amtierende Bürgermeister Gerhard Pirih (SPÖ) kämpft in der Lieserstadt um seine Wiederwahl. Er würde sich mit den drei Charaktereigenschaften "mutig, verlässlich und willensstark" beschreiben. Wieso will Gerhard Pirih Bürgermeister bleiben? „Ich bin seit meiner Kindheit ein leidenschaftlicher Spittaler, dem diese Stadt und die Bevölkerung sehr am Herzen liegen. Ich möchte Spittal weiterhin mit Herz, Hirn und Leidenschaft in die Zukunft führen und Dinge vorantreiben. Wenn ich, wie ich es gerne tue, durch die Stadtgemeinde spaziere, dann sehe ich, dass derzeit so viel investiert und gebaut wird wie schon lange nicht mehr. Das macht mich richtig stolz! Spittal beginnt wieder zu leben und pulsieren und das ist gut so.“ Pirih ist verliebt in seine Heimatstadt: „Wir leben in einer der schönsten, sichersten und lebenswertesten Stadtgemeinden Kärntens. Es macht mich stolz hier Bürgermeister zu sein. Spittal deckt sämtliche Interessen unserer Gesellschaft ab. Das florierende Zentrum des zweitgrößten Bezirks Österreichs, Spittal, hat eine hohe emotionale Lebensqualität.“

Gerhard Köfer
(Team Kärnten)

Zurück an die Macht in Spittal will Gerhard Köfer. Der 59-Jährige war bereits von 1997 bis 2013 Bürgermeister in der Lieserstadt. Derzeit ist Köfer im Kärntner Landtag tätig und steht dem Team Kärnten als Chef vor. Warum er wieder Bürgermeister werden will: „Ich kandidiere gerade in der schwierigsten Krise, weil ich meine Spittaler nicht im Stich lasse. Mir ist es egal, ob jemand ein rotes, schwarzes oder blaues Parteibuch hat. Für mich zählen die Anliegen und Probleme der Bürger, nicht die Wünsche aus den Parteisekretariaten. Für mich sind Spittal und das Bürgermeisteramt eine Herzensangelegenheit und kein Versorgungs-Job.“ Köfer selbst meint auf die Frage, ob er der ideale Kandidat für Spittal ist, dass das die Wähler entscheiden werden. Mit diesen Worten beschreibt sich Köfer: „Vielleicht mein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit, Mut zu Entscheidungen, Korrektheit und Hilfsbereitschaft.“ Wenn Köfer an sein Spittal denkt: „In Gedanken sehe ich mich bereits im Frühsommer des Jahres in einem der zahlreichen, gemütlichen Spittaler Cafés bei einem Cappuccino und einer Nusstorte sitzen.“

Christoph Staudacher (FPÖ)

Zum ersten Mal stellt sich Christoph Staudacher (FPÖ) der Bürgermeisterwahl: „Wir leben in einer Stadt mit fleißigen Menschen und großem Potential, welches aus meiner Sicht nicht ausreichend ausgeschöpft wird. Das möchte ich ändern und Spittal zum leistungsstarken Motor unserer Region weiterentwickeln und als Bezirksstadt besser positionieren. Es braucht gewählte Volksvertreter, die im Sinne von Spittal Altlasten reparieren, Ideen entwickeln, mit Hausverstand entscheiden und über Parteigrenzen hinweg umsetzen. Ich habe in meiner Zeit als Stadtrat bewiesen, dass ich dazu in der Lage bin.“ Staudacher ist seit 2009 Mitglied des Spittaler Gemeinderates und seit 2018 Stadtrat für Infrastruktur. Er beschreibt sich selbst als bodenständig, hilfsbereit und umsetzungsstark. Diese Worte verliert Staudacher über sein Spittal: „Seit meiner Jugend befindet sich mein Lebensmittelpunkt in Spittal. Hier habe ich Familie, Freunde und meinen Arbeitsplatz. Ich bin durch und durch Spittaler und habe mein Herz sozusagen an diese Stadt verloren. Hier möchte ich auch weiterhin leben und arbeiten und wie in der Vergangenheit schon, auch in Zukunft noch vieles für Spittal und die Menschen dieser wunderbaren Stadt bewirken.“

Ludwig Gasser (NEOS)

Ludwig Gasser (NEOS) will Bürgermeister von Spittal werden. „Ich bin mutig, ehrlich und innovativ“, stellt sich Gasser vor. Darum möchte er Bürgermeister der Lieserstadt werden: „Ich bin ein junger, engagierter Gast- und Landwirt. Ich durfte 2017 den Betrieb meiner Eltern, den Kleinsasserhof übernehmen und erfolgreich weiterführen. Nun habe ich mich bewusst dafür entschieden für das Amt als Bürgermeister in Spittal an der Drau zu kandidieren. Als Quereinsteiger möchte ich meine unternehmerische Erfahrung, meine Ideen, Vorstellungen bestmöglich in die Stadt Spittal einbringen. Und ich hoffe die Spittaler Bürgerinnen und Bürger schenken mir ihr Vertrauen. Ein wichtiges Anliegen ist es, die Innenstadt, den Hauptplatz wieder zu beleben. Das Bürgermeister-Büro soll wieder ein offener Ort des Austausches zwischen Bürgern und Politik werden. Uns ist es ein Anliegen die Bürger über die Abläufe in der Stadt-Gemeinde zu informieren, ihre Anliegen ernst zu nehmen und ihre Ideen umzusetzen.“ Für seine Heimatgemeinde findet Gasser folgende Worte: "Spittal ist für mich Heimat, die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, zahlreiche Freunde kennenlernen und Erfahrungen sammeln durfte. Spittal ist für mich ein Rohdiamant, den ich gerne schleifen möchte!"

Johannes Tiefenböck (Grüne)

Für die Grünen geht Johannes Tiefenböck ins Rennen und will Bürgermeister werden. Als Gemeinderat gestaltet Tiefenböck Spittal schon seit 2015 mit, aber nun will er mehr: „Durch meine Tätigkeit und Ausbildung habe ich auch das entsprechende Wissen um Spittal in diesen Punkten nach vorne zu bringen und Spittal als Musterstadt zu gestalten. In der nächsten Periode werden wichtige Weichenstellungen notwendig sein um unsere Stadt umweltfreundlich, nachhaltig, lebenswert und zukunftsfit zu gestalten. Gerade die Themen Umweltschutz, erneuerbare Energien und moderne Mobilitätspolitik haben wir, die Grünen, in der DNS und die Themenführerschaft in diesen Bereichen.“ Er ist im Gemeinderat Kontrollausschussobmann und sieht ein umweltfreundlicheres Spittal in der Zukunft. Wie beschreibt sich ein Johannes Tiefenböck: „Gesellschaftsliberal, tolerant, sozial, progressiv und umgänglich!“

Markus
Unterguggenberger (ÖVP)

Die ÖVP schickt Markus Unterguggenberger ins Bürgermeisterrennen. Als „jemand, der Impulse setzt“ bezeichnet sich Markus Unterguggenberger. Er tritt bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2021 in Spittal zum ersten Mal als Spitzenkandidat an. „Ich will eine echte Alternative für die Spittalerinnen und Spittaler sein“, sagt Unterguggenberger zu seiner Kandidatur. Der gebürtige Lesachtaler ist seit 2007 in Spittal und es ist für ihn seine zweite Heimat. Warum will Unterguggenberger Bürgermeister werden? „Ich habe ein gutes Gefühl und weiß, was die Stadt Spittal braucht. Es wird an der Zeit, endlich Projekte umzusetzen. Hier in Spittal sind genügend Ressourcen vorhanden und wir müssen diese auch nutzen. Ich will mehr an die Zukunft denken und auch Nachhaltigkeit vermehrt in die Bezirksstadt bringen. Aber man darf auch ruhig an den gesamten Bezirk denken.“ So beschreibt sich Markus Unterguggenberger: „Ich besitze ordentlich viel Durchsetzungskraft und stehe immer zu meinem Wort. Außerdem habe ich eine gute Menschenkenntnis.“

Liste für Spittal

Auch die antretende LFS hat mit der WOCHE gesprochen. Warum stellte sie keinen Bürgermeister? „Es wurde auf die Nominierung eines Bürgermeisterkandidaten verzichtet und zwar aus folgenden Gründen: Der Bürgermeister ist zwar der Repräsentant einer Gemeinde nach außen hin, die Entscheidungsfindung erfolgt jedoch im Gemeinderat als höchstem Gremium einer Kommune. Und genau hier will die LFS mitwirken und mitgestalten“, so Stadtparteiobmann Philipp Glanzer. Ihr Ziel? „Wir streben natürlich den Einzug in den Gemeinderat an, auf eine Anzahl von Mandaten wollen wir uns nicht festlegen, diese Entscheidung liegt bei den Wählern und Wählerinnen.“ Die LFS will ihre Arbeit einerseits auf die politische Erfahrung ihrer Mitglieder und andererseits auf die Ideen der Newcomer stützen. Die LFS ist als unabhängige Namensliste konzipiert, basierend auf den Ideen der ehemals im Gemeinderat vertretenen Liste SFS (Spittaler für Spittal, Gründer: Rudolf Brandstätter sen.). Glanzer führt an: "Wir wollen losgelöst von starren Parteistrukturen eine positive Veränderung der politischen Landschaft herbeiführen frei, nach dem Motto „Gestalten statt verwalten“. Wir stehen für echte, ehrliche Politik MIT den Menschen und FÜR die Menschen. Wir können mit unserem Team ein breites Spektrum abdecken und die Wünsche und Sorgen der Bevölkerung werden auf Augenhöhe behandelt. Wir engagieren uns aus Idealismus und nicht aus monetären Gründen."

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