Mit Pfeil und Bogen zur WM

Stephan Schwarz mit seiner Ausrüstung. Aufgrund des Wetters musste das Foto im Unterstand gemacht werden
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SPITTAL (ven). Den Blick konzentriert nach vorne gerichtet, den Körper angespannt, die Sehne auf Zug - Stephan Schwarz aus Spittal lebt für den Bogensport. Er tritt als einer von rund zehn Teilnehmern aus Kärnten - und rund hundert aus ganz Österreich - bei der Bogensport-Weltmeisterschaft in Florenz an.

Trainiert Landeskader

Sein Heimatverein ist der SGS Spittal, Sektion Bogensport, der regelmäßig am 3D-Parcours beim Gasthof Lug ins Land trainiert. Zum Sport kam er über einen Freund 2013, 2014 begann er, intensiv zu trainieren. Mittlerweiler ist er Instruktor, und trainiert den Landeskader des Kärntner Bogensportvereines (KBSV).

Faszinierender Sport

Das Schießen fand er immer schon faszinierend - egal ob mit Waffen oder mit dem Bogen. "Beim Bogensport kommt man in die freie Natur, man kann jederzeit alleine oder in der Gruppe gehen, man kann Turniere schießen. Außerdem ist man auch nicht vom Wetter abhängig", erklärt er die Vorteile. Insgesamt gibt es fünf Bogenklassen - Compound und Recurve (Visierklasse), Blank- und Instinktivbogen sowie Langbogen (traditionelle Klasse). Er selbst schießt mit einem Blankbogen. "Hier muss man viel mit Gefühl arbeiten." Dann wird noch in sieben Altersklassen getrennt, außerdem wird männlich/weiblich unterschieden. Dazu gibt es noch verschiedenste Disziplinen wie 3D in der Natur, Feldschießen mit schwarz-gelben Scheiben und Scheibenschießen indoor sowie outdoor. Dann unterscheidet man noch den Leistungssport vom Breitensport.

Training ist notwendig

Dennoch ist Training absolut notwendig. "Man sollte vier- bis fünfmal pro Woche trainieren, und das ist nur das Schusstraining. Dazu kommt noch Ausdauer- und Krafttraining. Ich versuche, zwei mal pro Woche laufen zu gehen sowie zu schwimmen", erklärt der Spittaler, der als CAD-Ingenieur in der Halbleiterindustrie tätig ist. Daneben organisiert er noch Turniere, 15 bis 20 Stunden pro Woche wendet er für seinen Sport auf.

Purer Idealismus

In Florenz rechnet er bei der WM - der WBHC Bowhunter Weltmeisterschaft, die von 16. bis 24. Juni statt findet - mit Temperaturen jenseits der 35 Grad, an drei von vier Tagen muss er schießen. Es gibt verschiedenste Disziplinen und Parcoure, die Punkte von allen Tagen werden zusammengezählt. "Es ist die erste WM für mich. Letztes Jahr nahm ich an einer EM teil, von 400 Teilnehmern wurde ich - leider nur - 74. in meiner Bogen- und Altersklasse." Bei der WM gebe es auch keine Preisgelder, Zuschauer sind aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen verboten. "Und so interessiert das leider auch keine Sponsoren. Es ist also purer Idealismus. Einzig beim Finalschießen gibt es Zuseher."

Viel Konzentration

Es brauche viel Mentaltraining und Konzentration. "Es ist nicht nur hinstehen und schießen. Man muss handlungsorientiert denken und den Fokus auf sich selbst legen." Nächstes Jahr will er den Trainerkurs an der Bundessportakademie in Graz absolvieren und 2019 die WM in Nord-Amerika anvisieren. Seine Freundin Franziska Schönheim schießt mittlerweile mit, ein schönes gemeinsames Hobby für die beiden.

Zur Person:

Name: Stephan Schwarz
Geburtstag: 26. April 1991
Wohnort: Spittal
Familie: ein Bruder (35), in einer Beziehung
Hobbys: Bogenschießen
Motto: Das Glück ist das einzige was sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Das letzte Buch, das ich gelesen habe: "Bogenschießen" von Oliver Haiden
Der letzte Film, den ich gesehen habe: Conjuring 2
Ziel bei der WM: Erfahrung sammeln, es genießen, bei so einem Event dabei zu sein, meine Technik und Schussstil so gut als möglich einzusetzen
Zur WM: 1.680 Teilnehmer
Teilnahmebedingung: Man muss in einem Verein sein und eine Lizenz vom Fachverband haben, bei der IFAA gemeldet sein

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