Schüttbach: Baurestmassen sicher entsorgen

Constance Mochar, Mario Thaler und Berndt Moser
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BALDRAMSDORF (ven). Schutt, Fliesen, Beton, Asphalt - und wohin damit? Der gemeine Häuslbauer und auch Gewerbebetriebe haben nun die Möglichkeit, ihre mineralischen Abfälle vom Hausbau oder -abriss fachgerecht zu entsorgen. Seit Februar ist das Oberkärntner Baurestmassenzentrum (OBZ) in Schüttbach in Betrieb.

3,3 Millionen Euro

Geschäftsführerin Constance Mochar erklärt: "Aufgrund der fehlenden Entsorgungsmöglichkeiten für nicht recyclebare mineralische Abfälle im Oberkärntner Raum plante die Strabag Ag die Errichtung einer Baurestmassen- und Bodenaushubdeponie samt Zwischenlagerungs- und Materialaufbereitungsfläche in Schüttbach. Bis zum Vollbetrieb im Feber wurden insgesamt 1,6 Millionen Euro investiert, das gesamte Investitionsvolumen des Projektes wird rund 3,3 Millionen Euro betragen."

Infrastruktur fehlte

Man habe im Baubetrieb der Strabag gesehen, dass in Oberkärnten die nötige Infrastruktur fehle: Wohin mit den Abfällen von Baustellen? Bisher mussten dafür lange und kostspielige Transportwege - das nächste Zentrum ist in Villach - in Kauf genommen werden. Vorher befand sich am jetzigen Standort zwar ein Zwischenlagerplatz, aber eine Komplettlösung für Oberkärnten musste her.

Ganzheitliches Konzept

Der Standort mit den Anlagenteilen Bodenaushubdeponie, Baurestmassendeponie sowie Zwischenlager- und Recyclingplatz stelle somit ein ganzheitliches abfallwirtschaftliches Konzept dar und soll zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen regionalen Ressourcenschonung und somit zum Umweltschutz im Oberkärntner Raum beitragen. Die Abfälle können durch die fachliche Kompetenz optimal aufbereitet, verwertet sowie abgelagert werden.

Zertifiziertes Recycling

"Wir verwerten, was geht. Die Stoffe können dann als Frostkoffer bei Straßen, Verfüllungen, Drainagierungen und als Flächenbefestigungen verwendet werden. Die Stoffe werden zwischengelagert, gebrochen, mit einer Siebanlage aufbereitet, geprüft und zertifiziert." So könne man sichergehen, dass keine gefährlichen Stoffe dabei sind. Abgelagert werden können also Beton, Bauschutt, Rigips, Heraklith, Fliesen, Bodenschüttungen, Asphalt und Bodenaushub. "Es werden auch regelmäßig umweltanalytische Proben gezogen, um sicher zu gehen. Die Produkthaftung liegt schließlich bei uns", so Mochar.

Über vier Jahre Planung

Geplant wurde die Anlage bereits seit 2012, bis alle Genehmigungen und Verfahren abgeschlossen waren, dauerte es bis Feber 2017, so Mochar, die seit ihrem 16. Lebensjahr in der Abfallwirtschaft tätig ist. "Ich habe bei einem Entsorger in Unterkärnten begonnen, bin am LKW mitgefahren und habe Tonnen geleert. Da hab ich die Vielfältigkeit der Abfallwirtschaft gesehen, wie viel Technik und Know-How da eigentlich drin steckt und Deponie- und Entsorgungstechnik an der Montanuni Leoben studiert." Ihr zur Seite stehen der kaufmännische Geschäftsführer Mario Thaler sowie Betriebsleiter Berndt Moser und Deponiewart Sladan Duricic.

Zur Deponie:

Deponie – Eckdaten:
Gesamtfläche: 75.300 m2
Baurestmassenkompartiment: 330.000 m3
Bodenaushubkompartiment: 230.000 m3
Planungskosten: 120.000 €
Investitionskosten bis zur Inbetriebnahme: 1,6 Mio €
Gesamte zu erwartenden Investitionskosten: 3,3 Mio. €
Angenommene Zeitdauer der Einbringung: ca. 20 Jahre

Daten zur Errichtung:
Ausführung: Strabag Verkehrswegebau Spittal
Erdbewegungen: 75.000 m3
Künstliche Geologische Barriere: 9.500 m3
Basisabdichtung: 26.700 m2
Flächenfilter: 13.800 m3
Rohrleitungen incl. Drainagen: 1.600 m

Preise ersichtlich auf www.obz.at

Constance Mochar, Mario Thaler und Berndt Moser
Die fertige Anlage | Foto: KK/OBZ
Die Anlage vor dem Umbau | Foto: KK/OBZ
Foto: KK/OBZ
Die gesamte Anlage ist 7,5 Hektar groß | Foto: KK/OBZ
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Foto: ArturVerkhovetskiy/PantherMedia
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