25.09.2014, 09:00 Uhr

141: Neuer Notruf für ärztlichen Bereitschaftsdienst

Mit der Telefonnummer 141 landet man in einer Telefonzentrale, der diensthabende Arzt hilft dort bereits weiter (Foto: Neumayr)
SPITTAL. Der ärztliche Bereitschaftsdienst wurde nun neu geregelt. Unter der Nummer 141 werden Anrufe außerhalb der Ordinationszeiten aus ganz Kärnten in der Leitstelle des Roten Kreuzes entgegen genommen.

Telefonarzt unter 141
Gesundheitsreferentin Beate Prettner, Rot-Kreuz-Präsident Peter Ambrozy, Ärztekammer-Präsident Josef Huber und KGKK-Direktor Johann Lintner präsentierten das neue Modell, das ab 1. Jänner 2015 flächendeckend in Kraft sein soll. Dabei werden medizinische Anfragen an einen diensthabenden Telefonarzt weitergeleitet, der dann die Beratung fortführt oder bei Bedarf einen der diensthabenden Kollegen zur Visite direkt zu den Patienten vor Ort schickt, wie Prettner erklärte.

Telefonische Auskünfte
Neu ist die Einteilung in 36 Sprengel und dass nicht nur niedergelassene Ärzte, sondern auch angestellte beziehungsweise Wahl- und Spitalsärzte den Dienst versehen können. Somit wurde eine kostenneutrale Neuregelung geschaffen und es soll eine Entlastung der diensthabenden Ärzte darstellen. „Durch die kompetente Beratung des Telefonarztes erwarten wir uns eine Erleichterung für die diensthabenden Sprengelärzte, indem medizinische Auskünfte bereits telefonisch abgearbeitet werden und nicht mit einer Vor-Ort-Visite verbunden werden müssen“, so Huber.

Rettungskette aktiviert
Sollte ein tatsächlicher Notfall einlangen, der einen Anruf unter der Nummer 144 erfordert hätte, wird automatisch die Rettungskette in Gang gesetzt, wie Ambrozy erklärt. Lintner sieht im Telefonarzt eine Bereicherung, da er eine erste Anlaufstelle für die Bevölkerung dar stellt. Zusätzlich wurde auch der Freitagnachmittag in den Bereitschaftsdienst mit aufgenommen.

Behandlung dokumentiert
Der Dienst des Telefonarztes wird von zu Hause aus versehen. Alle Anfragen und Informations- sowie Behandlungsleistungen werden über eine Web-Oberfläche dokumentiert. Nach einem Jahr wird das System evaluiert werden.
Bis zum Inkrafttreten des neuen Modells bleibt das alte System aufrecht. Bisher war der Bereitschaftsdienst unter 0900/88 0 88 und Postleitzahl erreichbar.
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