01.01.2018, 08:00 Uhr

Könige ziehen um die Häuser

In Spittal heuer mit dabei sind unter anderem Sebastian Obereder, Clemens Aschenwald, Clemens Aschenwald und Felix Preuml

In der Stadt Spittal sind die Drei Heiligen Könige am zweiten und dritten Jänner unterwegs.

BEZIRK SPITTAL. 85.000 Kinder sind in Österreich nach Weihnachten bis zum 6. Jänner als Sternsinger unterwegs. Das Spendengeld kommt in 20 Ländern zum Einsatz und hilft in Afrika, Asien und Lateinamerika, Menschen aus Armut und Ausbeutung zu befreien.
In Nicaragua zum Beispiel holt die Partnerorganisation der Dreikönigsaktion vor Ort Kinder von der Straße, um sie vor Gewalt und Kriminalität zu schützen. Unterstützt von den Sternsingerspenden können sie in die Schule gehen und später Berufe erlernen. Eine Kooperation mit lokalen Unternehmen hilft bei der Jobsuche – so greift Hilfe zur Selbsthilfe.

Spendeneinsatz kontrolliert

Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, sorgt für den kompetenten Einsatz der Spendengelder. Die Finanzen werden jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfern kontrolliert. In der Diözese Klagenfurt kamen im Vorjahr 1.462.807,99 Euro zusammen. Das sind 22.588,35 Euro mehr als im Jahr 2016 (+ 1,57 Prozent). Österreichweit wurden 2017 über 17 Millionen Euro gespendet.

Steuerlich absetzbar

Die Spenden sind übrigens steuerlich absetzbar. Wer dies möchte, kann es beim Besuch der Sternsinger bekanntgeben. Die Daten werden dann von der Dreikönigsaktion an das Finanzamt übermittelt.

23 Gruppen in Spittal

In der Stadt Spittal hingegen werden insgesamt 23 Gruppen am 2. und 3. Jänner unterwegs sein. Der jüngste Sternsinger ist dabei einmal fünf Jahre alt, der älteste dabei 22 Jahre. Eine Gruppe besteht zudem aus Erwachsenen, die sich bereit erklärt haben, dieses Jahr ebenfalls als die Heiligen Drei Könige durch Spittal zu ziehen.

Organisation

Bereits im Oktober beginnt Stockhammer in Spittal mit der Planung für das Sternsingen. "Die meisten Menschen sind bei dieser Aktion immer sehr spendenfreudig", sagt Stockhammer. Dankbar ist man alljährlich auch über die zahlreichen Freiwilligen, die Fahrdienste übernehmen, als Begleitpersonen zur Verfügung stehen oder den Sternsingern ein Mittagessen anbieten.
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