21.06.2017, 12:30 Uhr

Nudel treffen auf Erdbeeren

Nun haben die Erdbeeren Saison. Sandra Vogl verarbeitet diese gleich in ihren selbstgemachten Nudeln

Sandra Vogl experimentiert gerne mit verschiedensten Füllungen.

LURNBICHL (aju). Vor eineinhalb Jahren hat Sandra Vogl ihre Leidenschaft für das Krendln und die Nudeln entdeckt. Dann begann sie zu experimentieren und hat schließlich sogar ihre eigene Firma – die "Lurnbichler Nudelwerkstatt" – daraus gemacht.

Krendln will gelernt sein

Kaum zu glauben, dass Vogl von eineinhalb Jahren selbst erst das Krendln gelernt hat. "Meine drei Kinder und mein Mann haben immer gerne Nudel in allen Variationen gegessen. Auf Dauer wollte ich diese dann auch nicht mehr kaufen und habe dadurch das Interesse für die Nudelproduktion entwickelt", sagt Vogl. Gelernt hat sie alles von ihrer Mutter und schon nach kurzer Zeit gingen die verschiedensten Nudelvarianten leicht von der Hand. Daraufhin wurde sie mutig und experimentierte mit verschiedensten Kreationen.

Erdbeeren in den Nudeln

Mittlerweile richtet sie ihre Produktion nach den Jahreszeiten aus und versucht alle nötigen Zutaten möglichst regional zu bekommen oder sogar selbst anzupflanzen. So wachsen in ihrem Garten auch passend zum Frühjahr Erdbeeren. Auch diese füllt sie in ihre Nudel. "Wichtig ist nur, dass die Konsistenz stimmt. Die Füllung für die Nudel darf nicht zu wässrig sein. Dazu behelfe ich mir bei den süßen Nudeln oft mit Topfen als Bindemittel." Natürlich gab es auch Fehlversuche, doch diese spornten sie nur noch mehr an. Die Ideen für neue Nudelkombinationen gehen ihr dabei aber nie aus. "Bärlauch, Spargel, Heidelbeeren und Kürbis: alles habe ich schon in die Nudel gefüllt. Letztes Jahr hatte ich sogar Weihnachtsnudel mit Lebkuchengewürz."

Erste Anfragen

Mit der Zeit stieg die Nachfrage kontinuierlich. "Bis ich dann schließlich ein Gewerbe angemeldet habe", sagt Vogl. Eine Hilfe im Verkauf ist auch das Lokal von Juliane Penker ("Frau Jot") in der Spittaler Bahnhofstraße. "Hier kann jeder, der nicht direkt bei mir seine Nudel holen möchte, diese kaufen." Seither läuft das Geschäft mit den Nudeln besser, als sie es sich jemals gedacht hätte und das nicht zuletzt, weil sie mit Liebe und Leidenschaft dabei ist. "Ich glaube, das schmeckt man auch. Für mich ist das Entspannung und es macht mir Spaß, immer Neues zu probieren."


Mit Begeisterung dabei

Um noch bessere Qualität zu haben und zu wissen, wo ihre Produkte herkommen, zieht sie sehr viele Zutaten in ihrem eigenen Garten und hat sich nun sogar Hühner angeschafft, die die Eier für den Teig liefern. "Seither ist für meine Kinder jeden Tag Ostern, da sie nach der Schule als Erstes in den Hühnerstall laufen, um Eier zu suchen", schmunzelt sie. Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem, dass das Geschäft so weiterläuft, wie es jetzt ist. "Ich möchte gar nicht, dass das Ganze zu groß wird, denn ich möchte die Qualität so beibehalten, wie sie ist", sagt Vogl.

Tipps, wie Nudel gelingen

Besonders beim Teig sollte man darauf achten, dass er nicht zu klebrig ist, sondern eher seidig. "Dafür kann er auch gerne zehn Minuten in der Küchenmaschine sein." Beim Einkochen der Nudel muss darauf geachtet werden, dass das Wasser kocht. Nachdem die Nudel im Wasser sind, muss aber gleich zurückgeschalten werden und sie vorsichtig vom Boden des Topfes gelöst werden. Zum Binden für die verschiedensten Füllungen setzt Vogl, je nach Geschmack, auf Kartoffeln, Topfen, aber auch Biskotten oder Brösel. "Auch beim Anrichten kann man variieren. Egal ob Rucola-, Basilikum- oder Bärlauchpesto, alles kann man mit Nudeln kombinieren." Bei den Apfelnudeln hingegen kommt bei ihr meistens Vanilleeis mit auf den Teller oder bei den Erdbeernudeln ein Fruchtspiegel.
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