07.09.2014, 16:08 Uhr

EC Spittal versteht sich als "Ausbildungsverein"

Um den Zusammenhalt der Ersten Mannschaft zu festigen, kamen die Spieler des EC Autoteile Wieser Spittal zu einem Tennisturnier zusammen
SPITTAL. Auch wenn die Eishockeysaison erst am 1. November beginnt: Die Vorbereitungen laufen schon jetzt auf Hochtouren.
Nachdem der EC Autoteile Wieser Spittal in den Sommermonaten zwei Mal wöchentlich in Villach trainiert hatte, beginnt das Training vom 22. September an in der heimischen Eissportarena. Zwischendurch stehen andere Einheiten wie an diesem Samstag ein Tennisturnier zur Teambuilding an. Es gilt, wie der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Hannes "Smale" Smoliner berichtet, die drei Neuzugänge Michael Kabas, Christopher Frei (beide vom Carinthian Team Villach) und Daniel Wernisch (UEC Lienz) zu integrieren.
"Ich bin besonders stolz, mit Engelbert Linder einen Trainer mit so viel internationaler Erfahrung an Bord geholt zu haben", fügt Smoliner an. Der Villacher stand immerhin 130-mal im Nationalteam. Zuletzt hat er drei Jahre lang den ELV Zauchen trainiert und suchte eine neue Herausforderung. "Oberstes Ziel für mich ist, in die Play-offs zu kommen", sagt der 52-Jährige.
Nahezu wortgleich formuliert es Martin "Gino" Krassnitzer, Kapitän der Kampfmannschaft und zugleich sportlicher Leiter: "Wir wollen attraktives schnelles Eishockey bieten und in drei bis fünf Jahren an der Spitze stehen." Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Verein eine Mannschaft zusammengetragen, die zu 70 Prozent aus jungen, zu 30 Prozent aus routinierten Spielern besteht.
Dazu merkt Obmannstellvertreter Ludwig "Lute" Zauchner an: "Für mich ist es wichtig, dass die Jugend im Vordergrund steht und langfristig in der Kampfmannschaft integriert wird." In Zusammenarbeit mit dem Leistungszentrum Kärnten nimmt sich dazu zwei, drei Mal im Monat ein russischer beziehungsweise finnischer Trainer der Spittaler Nachwuchsspieler an, so Krassnitzer.
Smoliner meint, der EC Autoteile Wieser Spittal sei geradezu eine Talentschmiede, ein "Ausbildungsverein". So habe der Verein hoffnungsvolle Cracks wie Luca Kohlmaier an den HC Slovan Bratislava/Slowakei oder Christof Wappis an Red Bull Salzburg verloren. Wesentlichen Anteil am Ertfolg hätten auch Obmann Manuel Lindner und Ehefrau Karin. Obmann-Stellvertreter Zauchner: "Sie haben immer ein offenes Ohr für die Belange des Vereins."
Ein Mitglied des Vereins darf nicht dem Puck nachjagen und muss sich mit der Rolle als Betreuer begnügen: Nils Laggner. Geboren in Namibia, hatte der heute 19-Jährige sowohl im Junior- als auch im Senior-Nationalteam von Namibia gestanden - allerdings nicht auf Kufen, sondern Inlineskates. Weil Laggner, der zurzeit in St. Peter bei Amlach wohnt und eine Ausbildung zum Optiker bei einer Spittaler Firma absolviert, nur die namibische und deutsche Staatsbürgerschaft, nicht aber die österreichische besitzt, ist der Versuch gescheitert, ihn als so genannten Transverkartenspieler in der 2. Mannschaft anzumelden.
Der 1921 gegründete Eishockeyclub ist der einzige, der die Lieserstadt in der höchsten Landesliga vertritt. Die Ultras Spittal waren zuletzt in die Landesklasse abgestiegen. Smoliner: "Wir hätten uns sehr auf die Lokalderbys gefreut." Somit stehen als Kontrahenten in der 1. Division Mitte die Oilers Salzburg, UEC Velden und ESC Steindorf fest, bevor es in die erhofften Play-offs geht.
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