Range Rover-Diebe: In St. Pölten gescheitert - erfolgreich in Wiener Neustadt

"Ich konnte dem schnellen Geld nicht widerstehen", so der Angeklagte.
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ST. PÖLTEN (ip). Über das Urteil eines St. Pöltner Schöffensenats im Ausmaß von fünfeinhalb Jahren Haft (nicht rechtskräftig) möchte ein 39-jähriger Einbrecher aus Litauen noch nachdenken, immerhin verbrachte er in Litauen bereits dreieinhalb Jahre wegen Raubes hinter Gittern und fasste in Deutschland siebeneinhalb Jahre Haft wegen Autodiebstählen aus.

Ziel war der Diebstahl teurer Luxusautos

„Ich konnte dem schnellen Geld nicht widerstehen“, begründete der Angeklagte seine Teilnahme an Einbruchstouren in Österreich, wo er gemeinsam mit seinem bereits verurteilten Bruder und diversen Mittätern unter anderem in St. Pölten zwischen dem 27. und dem 28. Mai 2015 über einen Zaun auf den Lagerplatz eines Autohändlers stieg. Abgesehen hatten es die Litauer, die einer kriminellen Organisation angehörten, auf teure Luxusautos der Marke Range Rover. Bei drei Modellen im Wert von insgesamt 352.200 Euro scheiterten die Einbrecher – sie konnten die Fahrzeuge nicht starten.
Beim Versuch blieb es auch am 29. Mai 2015 in Strasshof, wo es ebenfalls um einen Range Rover der gehobenen Preisklasse ging. Obwohl sehr wahrscheinlich, konnte dem Beschuldigten, wie Richter Martin Kühlmayer in seiner Urteilsbegründung meinte, die Teilnahme nicht mit entsprechender Sicherheit nachgewiesen werden und es diesbezüglich zu einem Freispruch kam.
Wie zu dem Einbruch in St. Pölten bekannte sich der Litauer auch zu einem erfolgreichen Diebstahl am 9. Oktober 2015 in Wiener Neustadt schuldig. Die Beute, ein Range Rover um 57.000 Euro, fand offensichtlich den Weg in die Heimat der Bande.
Staatsanwalt Karl Wurzer forderte nicht nur aus spezialpräventiven Gründen eine entsprechend strenge Bestrafung, man müsse den hochprofessionellen Banden auch generalpräventiv hart entgegentreten. Nachdem der Angeklagte drei Tage Bedenkzeit erbat, gab Wurzer zum Urteil vorerst ebenfalls keine Erklärung ab.

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