Szenenlokal: Tschetschenen leugnen brutalen Raubüberfall

Verteidigerin Andrea Schmidt
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ST. PÖLTEN (ip). Vier von insgesamt elf Tschetschenen, die in unterschiedlicher Zusammensetzung für Einbrüche in St. Pölten und Herzogenburg, aber auch für zwei Raubüberfälle verantwortlich sein sollen, teilten sich die Anklagebank am Landesgericht St. Pölten. Da eine ganze Reihe von Zeugen unentschuldigt nicht erschienen war, Videos nochmals überprüft und Raubopfer zusätzlich befragt werden müssen, wurde der Prozess vertagt.

"Da war ich auf Drogen!"

Im Zusammenhang mit je zwei Einbrüchen in ein Wettlokal der Landeshauptstadt und ein Vereinslokal in Herzogenburg wurden bereits im vergangenen Jahr sieben Mittäter verurteilt. Diesmal konfrontierte Staatsanwalt Patrick Hinterleitner noch einen 22-Jährigen und einen 20-Jährigen mit den Vorfällen. Beide zeigten sich dazu großteils geständig, wobei der Jüngere erklärte: „Da war ich auf Drogen!“ Verteidiger Josef Gallauner bezweifelte die Schadenshöhe, die noch zu überprüfen sei, während Verteidigerin Ilse Grond die Eltern ihres Mandanten noch befragen möchte, da der Junior teilweise ein Alibi habe.

Kein Schuldgeständnis

Für den Vorfall am 8. April 2017 vor einem St. Pöltner Szenelokal übernahm keiner der drei Beschuldigten die Verantwortung. Gemeinsam mit anderen Burschen sollen die Tschetschenen gegen drei Uhr auf dem Parkplatz des Lokals einen Gast aufgefordert haben, seine Wertgegenstände herauszugeben. Als dieser sich weigerte, schlugen und traten die Burschen gegen das Opfer und nahmen ihm 60 Euro ab. Von den Hilferufen alarmiert, kam der Begleiter des Opfers zu dem Verletzten. Er wurde gegen eine Gebäudewand gedrückt und ebenfalls aufgefordert, seine Habseligkeiten herauszurücken. Als die Täter kein Bargeld entdeckten, liefen sie davon.
Anhand von Lichtbildern identifizierten die Opfer die Beschuldigten. Verteidigerin Andrea Schmidt befragte dazu einen der Zeugen, der bestätigte, dass ihr Mandant bereits gegen 23 Uhr mit ihm nach Hause gefahren sei. „Ich war noch nie in diesem Lokal“, erklärte hingegen der Mandant von Verteidiger Alexander Enzenhofer.

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