St. Pölten
UVP-Verfahren: Starker Gegenwind für die S34

Gegendemo: Helga Krismer von den Grünen NÖ gemeinsam mit der Radlobby NÖ vorm Verhandlungsgebäude in St. Pölten.
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Die S34 ruft Befürworter und Gegner auf den Plan. Jetzt wird die Umweltverträglichkeit geprüft.

ST. PÖLTEN (pw). Die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Traisental-Schnellstraße S34 hat begonnen. Mit dem Bau sollen weniger Verkehr und mehr Lebensqualität entlang der B20, aber auch kürzere Wege für Pendler durch die verbesserte Anbindung an die Westautobahn erzielt werden. Fünf Tage lang sollen alle Auswirkungen auf Mensch und Umwelt noch einmal im Detail vorgestellt und besprochen werden. Damit will die Asfinag sicherstellen, dass beim Bau als auch beim Betrieb der S34 der beste Schutz garantiert ist. „Nach diesen Verhandlungen erwarten wir den positiven UVP-Bescheid im Frühjahr“, sagt Leopold Lechner, Planungsleiter für die S34 der Asfinag. Rund 196 Millionen Euro investiert die Asfinag in die neun Kilometer lange Traisental-Schnellstraße.

Gegenwind

Doch schon seit Langem regt sich herber Widerstand gegen das Projekt. Die Grünen fordern seit Jahren alternative Verkehrskonzepte. „Hier werden Millionen Euro an Steuergeld verbetoniert und eine enorme Fläche beansprucht. Die Bevölkerung will die Straße aber nicht. Die S34 soll langfristig ein massiver „Ring um St. Pölten“ mit Anbindung an internationale Verkehrswege werden. Tatsächlich wird durch Wohn- und Erholungsgebiete eine Transitstrecke gebaut, die zu noch mehr Verkehr in und um St. Pölten führt“, erklärt Landessprecherin Helga Krismer.
Auch die Radlobby St. Pölten schlägt in dieselbe Kerbe: "Die Automobil-Lobby zerstört hier die Lebensgrundlage einer ganzen Region. Die S34 ist mit dem Trojanischen Pferd vergleichbar. Ein neun Kilometer langer Schwanz, der um Einlass bittet. Schon jetzt werden weiterführende verkehrsbauliche Maßnahmen geplant. Das wird in Zukunft zu einem Transitproblem in St. Pölten führen", sagt Dieter Schmidradler, Sprecher der Radlobby. Für sie wäre eine Absage des Bauvorhabens S34 ein klares Bekenntnis zu einer Mobilitätswende.

Trassenverlauf S34

Hier gibt es ein Video mit einer Animation des geplanten Trassenverlaufs der S34:

(c) Asfinag

Die S34 soll von der B1 Wiener Straße über den Knoten St. Pölten/West an der Westautobahn weiter bis zur B20 mit der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Nord führen. Gebaut werden soll in zwei Abschnitten: Ab voraussichtlich 2020 bis 2022 der Abschnitt von der B1 Wiener Straße bis zur Spange Wörth. Ab voraussichtlich 2022 bis 2024 der Bereich Hart bis zur B20 bei Wilhelmsburg.

Nähere Infos gibt es auf: www.asfinag.at

Gegendemo: Helga Krismer von den Grünen NÖ gemeinsam mit der Radlobby NÖ vorm Verhandlungsgebäude in St. Pölten.
"Vorausgesetzt es gibt gegen alle Bescheide keine Einsprüche beim Bundesverwaltungsgericht, starten wir mit dem Bau Ende 2020", erklärt Leopold Lechner, Planungsleiter der Asfinag.

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