Übernachten in St. Pölten und Wien
Wien macht die Schotten dicht: Wo schlafen die Fans beim Song Contest 2026?
- hochgeladen von Theodorus von Wickerode
Das Airbnb-Verbot in der Hauptstadt trifft Wien zur Unzeit. Während der „European Song Contest“ (ESC) im März die Stadt flutet und die Hotels restlos ausgebucht sind, verschwinden tausende Privatunterkünfte vom Markt. Wer clever ist, flüchtet jetzt in die „25-Minuten-Alternative“.
Das Ende der Schlüsselboxen: Wiens radikaler Schnitt
Es ist ein Beben auf dem Wiener Wohnungsmarkt: Seit die Novelle der Bauordnung greift, ist die touristische Kurzzeitvermietung in Wohnzonen quasi Geschichte. Wo früher Schlüsselsafes die Hauseingänge zierten, herrscht nun gähnende Leere. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert drakonische Strafen von bis zu 50.000 Euro. Die Folge: Fast die Hälfte der Inserate auf Plattformen wie Airbnb ist verschwunden – die Wohnungen wandern zurück auf den regulären Mietmarkt.
Was Mieter freut, wird für Besucher des ESC im Mai 2026 zum Albtraum. Seit feststeht, dass der Mega-Event dank des Sieges von JJ ("Wasted Love") in der Wiener Stadthalle stattfindet, ist die Stadt faktisch „besetzt“.
Ausgebucht! Wenn das Hotelzimmer zum Luxusgut wird
Kurz nach Bekanntgabe des Termins meldeten Wiens Hotels bereits: Nichts geht mehr. Normalerweise waren Apartments der Rettungsanker für Fans und die tausenden Crew-Mitarbeiter. Doch durch die neue Gesetzeslage ist dieser Puffer weggebrochen. Die Preise für die verbliebenen Betten schießen in astronomische Höhen. Wer will schon für ein Standardzimmer ein Monatsgehalt hinblättern?
St. Pölten als lachender Dritter: Schneller am Ziel als in Wien
Die Lösung liegt nicht im Wiener Speckgürtel, wo Gasthöfe oft längst geschlossen haben, sondern in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. St. Pölten hat sich als Event-Profi (Stichwort: Frequency Festival) längst einen Namen gemacht und verzeichnete 2025 über 238.000 Nächtigungen.
Der Clou: Mit dem Railjet ist man vom Hauptbahnhof St. Pölten in nur 25 Minuten am Wiener Westbahnhof – und damit praktisch direkt vor der Tür der Stadthalle. Oft dauert die Anfahrt innerhalb Wiens mit der Straßenbahn länger.
„Für den ESC-Zeitraum sind wir bereits zu 65 % ausgebucht“, berichtet Silvia Martinek, Hoteldirektorin vom Aparthotel Mariazellerhof. „Zum Frequency im August 2026 geht bei uns gar nichts mehr.“
Preiskampf und Komfort: Die „Noricum“-Strategie
Auch private Anbieter in St. Pölten spüren den Run. Die Vermietergemeinschaft NORICUM-Apartments, die rund 15 Einheiten in der Region betreibt, meldet einen massiven Buchungsanstieg. Der Grund ist simpel: Die Preise in der Barockstadt sind deutlich attraktiver als in der überhitzten Metropole Wien.
Das Fazit für Fans: Wer beim ESC 2026 dabei sein will, ohne Privatinsolvenz anzumelden, sollte den Blick nach Westen richten. St. Pölten ist nicht mehr nur die „kleine Schwester“, sondern der strategische Sieger des Wiener Airbnb-Verbots.
Für weitergehende Informationen folgen Sie diesen Links:
https://share.google/R0ADfXpnVRwX00MZ4
https://www.eurovision.de/news/Alle-Infos-zum-Eurovision-Song-Contest-2026-in-Oesterreich,oesterreich1366.html
https://www.frequency.at/
https://www.stpoeltentourismus.at/unterkuenfte
https://www.apartments-sanktpoelten.at
https://aparthotel-mariazellerhof.at
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.