St.Pölten
Mitglieder der Frauenplattform informierten über den Equal Pension Day

Mitglieder der Frauenplattform St. Pölten informierten mit Flyer und Lineal als Pensionsrechner am Donnerstag, 30. Juli am Herrenplatz, wie sich Teilzeitarbeit, Karenzzeiten und andere Lücken im Arbeitsleben auf die Pensionen von Frauen auswirken. v.l.: Barbara Seyrl (Projektleiterin fairwurzelt), Pädagogin und freie Schriftstellerin Dr.in Doris Kloimstein, Ada Pochmann (ehemalige Leiterin Frauen- und Mädchenberatungsstelle Frauenzentrum St. Pölten – nun in Pension), Ivan Stanic (Büro für Diversität), STRin Mag.a Renate Gamsjäger, Nicole Schmaldienst (SPÖ-Landesfrauengeschäftsführerin), Mag.a Martina Eigelsreiter (Leiterin Büro für Diversität), Mag.a Kathrin Steinböck (fairwurzelt), Ilse Knell (Büro für Diversität), nicht am Foto: Mag.a FH Olinda Albertoni (Leiterin Haus der Frau/Frauenhaus St. Pölten)
  • Mitglieder der Frauenplattform St. Pölten informierten mit Flyer und Lineal als Pensionsrechner am Donnerstag, 30. Juli am Herrenplatz, wie sich Teilzeitarbeit, Karenzzeiten und andere Lücken im Arbeitsleben auf die Pensionen von Frauen auswirken. v.l.: Barbara Seyrl (Projektleiterin fairwurzelt), Pädagogin und freie Schriftstellerin Dr.in Doris Kloimstein, Ada Pochmann (ehemalige Leiterin Frauen- und Mädchenberatungsstelle Frauenzentrum St. Pölten – nun in Pension), Ivan Stanic (Büro für Diversität), STRin Mag.a Renate Gamsjäger, Nicole Schmaldienst (SPÖ-Landesfrauengeschäftsführerin), Mag.a Martina Eigelsreiter (Leiterin Büro für Diversität), Mag.a Kathrin Steinböck (fairwurzelt), Ilse Knell (Büro für Diversität), nicht am Foto: Mag.a FH Olinda Albertoni (Leiterin Haus der Frau/Frauenhaus St. Pölten)
  • Foto: Josef Vorlaufer
  • hochgeladen von Katharina Gollner

Es genügt nicht, Frauen als „Heldinnen des Alltags“ zu feiern, wenn man sie am Ende des Tages bei der Bezahlung doch wieder vergisst.

ST.PÖLTEN (pa). Der Equal Pension Day markiert jenen Tag, an dem Männer bereits schon so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis zum Jahresende. Dieser Tag fällt heuer österreichweit auf den 30. Juli. Die Frauenplattform St. Pölten machte, in Kooperation mit dem Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes, auf die riesige Pensionslücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Dazu wurde ein Lineal verteilt, das vor allem aufzeigt, wie sich Teilzeitarbeit und Erwerbsunterbrechungen auf die Pensionshöhe und das Lebenseinkommen auswirken. Eines ist klar: je länger Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitphasen ausfallen, desto niedriger wird die Pension und damit das Lebenseinkommen. Kurzfristige Entscheidungen für Teilzeitarbeit haben oft langfristige Folgen wie armutsgefährdende Alterspensionen. Jede Wochenstunde, die Frauen also mehr arbeiten, wirkt sich positiv auf das Lebenseinkommen aus, sichert Unabhängigkeit und Lebensstandards, auch im Alter.

International ist Österreich an viertletzter Stelle

Eine neue Studie verweist darauf, dass Österreich im EU-Vergleich einen besonders großen Pensions-Gap aufweist: In nur drei anderen Staaten klaffen die Pensionen von Frauen und Männern noch weiter auseinander (Mayrhuber/Mairhuber, 2020). Denn bei den Frauenpensionen zeigt sich einmal mehr, was sich bereits bei der Einkommensschere abzeichnet: Alle Maßnahmen, die Frauenerwerb fördern, fördern auch die eigenständige Absicherung im Alter: Also qualitative Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten, ausbildungsgerechte Entlohnung, weniger Teilzeit-Arbeit.

Nur 2 % der Frauen erreichen 45 Beitragsjahre

Frauen haben im Schnitt bei Pensionsantritt 10 Beitragsjahre weniger als Männer. Dabei liegt das Pensionsantrittsalter nur rund 3 Jahre auseinander. Noch drastischer zeigt das eine andere Zahl: 2018 erreichten nur 2 Prozent der Frauen bei neuzuerkannten Alterspensionen die vollen 45 Versicherungsjahre. Diese sind nötig, um 80 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens als Pension zu erhalten. Dazu kommt die ohnehin bestehende Lohndifferenz von 19,7 Prozent bei Vollzeitarbeit. Diese Lohndifferenz besteht hauptsächlich, weil Frauen überwiegend oft in Branchen arbeiten, die schlecht bezahlt sind.

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