12.10.2017, 14:13 Uhr

Erste Abschlüsse im Lehrgang Jugend-Ernährungsmentor

Die Absolventen des Lehrgangs Jungend-ErnährungsmentorIn mit dem Lehrgangsteam. (Foto: FH St. Pölten / Gabriele)

Die ersten Absolventen des Zertifikatslehrgangs Jugend-Ernährungsmentor von FH St. Pölten und Universität Wien erhielten vergangene Woche ihre Abschlusszertifikate. Der einsemestrige Zertifikatslehrgang wurde im Rahmen des Forschungsprojekts GAAS (Projekt zur Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden) entwickelt und als Pilot erstmals umgesetzt. Der nächste Durchgang startet im März 2018. Bewerbungen sind derzeit möglich.

ST. PÖLTEN (red). „Der Lehrgang richtet sich an Personen mit psychosozialer Grundausbildung, die in der außerschulischen Jugendarbeit tätig sind, stärkt die Gesundheitskompetenzen der Teilnehmenden und vermittelt ihnen Möglichkeiten und Tools der gesundheitsorientierten Projektarbeit in der außerschulischen Jugendarbeit, um die Themen Ernährung und Gesundheit nachhaltig in diesem Berufsfeld zu verankern“, sagt Gabriela Karner, Leiterin des Lehrgangs sowie des Studiengangs Diätologie der FH St. Pölten.

Praxisorientierte Jugendarbeit

Der Lehrgang wurde interdisziplinär von den Studiengängen Diätologie und Soziale Arbeit der FH St. Pölten und dem Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien unter Miteinbeziehung der Zielgruppen entwickelt. Im Sommersemester 2017 startete der Pilotlehrgang im Rahmen des Forschungsprojektes GAAS. Die Absolventen stammen aus verschiedenen Organisationen der außerschulischen Jugendarbeit wie beispielsweise der Produktionsschule spacelab, den Kinderfreunden Österreichs, der Caritas Wien und sozialtherapeutischen Vereinen.

Gesundheitskompetenzförderung im Alltag

Im Rahmen des Lehrgangs entwickelten die teilnehmenden Jugendbetreuer eine Projektidee mit Schwerpunkt Ernährung und Bewegung, welche über die Sommermonate in ihrer Organisation umgesetzt wurde. Durch die Initiierung und begleitete Durchführung dieser Projektidee wird der Transfer der Lehrinhalte in die Praxis sichergestellt. „Die Entwicklung von Gesundheitskompetenz soll bei Kindern und Jugendlichen beginnen. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Zertifizierungslehrgang werden den Teilnehmenden der außerschulischen Jugendarbeit praxisorientiert Ernährungsinhalte vermittelt, die die Gesundheitskompetenzförderung im Alltag und in den jeweiligen Settings ermöglichen“, sagt Lehrgangsleiterin Petra Rust vom Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien.

Abschluss des Pilotjahrgangs

Den Abschluss des Lehrgangs bildeten die am 5. und 6. Oktober abgehaltenen Abschlussprüfungen, bei denen die Teilnehmenden ihre Projekte den Lehrgangsleiterinnen sowie dem Lehrgangs- und Projektteam präsentierten. Bei der Abschlussfeier am Freitag erhielten die sieben erfolgreichen Absolventen ihr Abschlusszertifikat zum Jugend-Ernährungsmentor von den Lehrgangleiterinnen Gabriele Karner und Petra Rust sowie FH-Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil.
„Der Fonds Gesundes Österreich unterstützt Projekte, die zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit beitragen. Das Projekt GAAS hat den Fokus darauf gerichtet, Jugendliche, die sich in einer schwierigen Phase befinden, mit Gesundheitsförderungs- und Ernährungsbotschaften zu erreichen. Sowohl die Jugendlichen selbst, als auch ihre Betreuerinnen und Betreuer werden aktiv und partizipativ in die Projektumsetzung eingebunden, sodass das Projekt nachhaltig wirken kann“, sagt Rita Kichler, Gesundheitsreferentin vom Fonds Gesundes Österreich im Rahmen der Zertifikatsverleihung.
Abgeschlossen haben den ersten Durchgang des Lehrgangs Sonja Bock, Tanja Eckhardt, Melanie Hauptmann, Elke Mayer, Christian Schöner, Nina Sponseiler und Szilvia Szabo.

Start des zweiten Lehrgangsdurchgangs im März 2018

Der Zertifikatslehrgang bleibt auch nach dem Ende des Forschungsprojekts bestehen, um langfristig die Gesundheitskompetenzen in der außerschulischen Jugendarbeit zu fördern. Der nächste Lehrgang startet im März 2018 und wird wieder von FH St. Pölten und Universität Wien durchgeführt. Bewerbungen sind laufend möglich.

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