Ein nachahmenswertes Kunstprojekt

Werner und Brigitte Hofmeister vor einer der acht Garagen mit Kunstfassaden
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KLEIN ST. PAUL (chl). „Ein kleines Projekt mit großer Wirkung“, fasst der Künstler Werner Hofmeister seinen jüngsten „Q“ (Coup) zusammen. Die acht schon sehr in die Jahre gekommenen Garagen schräg gegenüber dem Museum für Quellenkultur in Klein St. Paul hat Hofmeister zu Kunstfassaden verwandelt. Aus schmucklosen Zweckbauten wurden damit Kunstwerke, die sich ideal in den Skulpturenpark des Quellenmuseums einfügen.
Finanziert wurde das Projekt „Qnst-Fassaden Klein St Paul“ im Rahmen eines Leader-Kleinprojekts. Die geflossenen 5.700 Euro beziehen sich ausschließlich auf das Affichieren von Hofmeisters Werken.

Garagen als Kunstobjekt

„Die zuvor nicht sehr ansehnlichen Garagen wurden sehr schön gestaltet. Ein gutes Beispiel dafür, dass Klein St. Paul nicht nur mit historischer Kunst überzeugt, sondern auch mit moderner Kunst“, begrüßt Bürgermeisterin Gabriele Dörflinger Hofmeisters Engagement.
„Unsere Region ist sehr reich an Kulturschätzen und an Kunstschaffenden, die Großartiges leisten“, betont Andreas Duller, Geschäftsführer der Regionalentwicklung „kärnten:mitte". „Mit diesem LEADER-Projekt ist das Museum für Quellenkultur zum einen um eine Attraktion reicher, zum anderen wird ein wichtiger Beitrag in punkto Ortsbildverschönerung geleistet.“ Auch Duller streicht Hofmeisters Engagement und Eigeninitiative hervor.
„Ziel unseres Projektes ist eine Verstärkung der Erkennbarkeit der Region und eine nachhaltige Aufwertung des Ortsbildes. Der Park des Museums und das Ortsbild werden durch dieses Beispiel kunstvoller Fassadengestaltung bereichert. Zugleich wird gezeigt, welche unterschiedlichen, kreativen Möglichkeiten der Gestaltung es gibt, wo sich Tradition mit Moderne vermischen“, erklärt Hofmeister, dessen Stelen und weitere Werke die Region prägen.

Aufruf zur Selbstfindung

Für die Garagen-Kunstfassaden entwickelte Hofmeisters eine Bildersprache, die Tradition und Moderne vermengt. Als Ausgangspunkt wählte er ein abgewandeltes Liturgie-Zitat: „Wir bitten dich, erhöre dich“. Für Hofmeister ein „Aufruf zur Selbstfindung“. Er erklärt dies anhand der Fassade der zweiten Garagentors, für das er die Ästhetik eines Memoryspiels wählte: „Wenn man in einer Form drinsteckt, kann man auch in eine andere Form Wechsel“, gibt der Konzeptkünstler eine mögliche Interpretation. Hofmeister will mit seinen Piktogrammen Fragen aufwerfen, „die Antworten darauf soll jeder Betrachter selbst finden“.

Neues im Skulpturenpark

Schwerpunkt des heurigen Kultursommers rund um das Museum für Quellenkultur im Talmuseum Lachitzhof ist der Skulpturenpark. „Der Skulpturenpark beinhaltet eine Zusammenschau von historischem Kulturgut der Norischen Region mit meinen Arbeiten. Die Quellenkultur reflektiert nicht nur die Geschichte der Regionalkultur, sie wirft hochaktuelle Fragen zur Kunst, zum Leben, wie auch zu gesellschaftspolitischen und sozialen Entwicklungen auf. Das Q bildet die inhaltliche Klammer“, erklärt Hofmeister. Eine Stele von Valentin Oman sowie die Vase Atomengel und ein 18 Meter langes und zwei Meter hohes Fries von Hofmeister erweitern den Park.
Das Museum für Quellenkultur ist von Juli bis Oktober an Sonntagen, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet, sowie gegen Voranmeldung. Der Außenbereich mit dem Skulpturenpark, dem Kunsthaus Kärnten:mitte, dem Hofgarten und den neu gestalteten Garagen ist durchgehend geöffnet. Hofmeister bietet auch Sonderführungen an.
Kontakt: hofmeister.werner@utanet.at, Website: www.qnstort.at.

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