Kritik
Schöffmann: "Das war einer WM nicht würdig!"

Sabine Schöffmann schied bei der WM zwei Mal im Viertelfinale aus
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Sabine Schöffmann (26) übt Kritik am Veranstalter der Snowboard WM in Park City. Wetter und Kurssetzung waren grenzwertig. Schöffmann holte trotz allen Erwartungen keine Medaille.

DRASENDORF (stp). Bevor es für Sabine Schöffmann zu den nächsten Weltcup-Bewerben in Asien geht, übt sie Kritik an den WM-Bewerben in den USA. Schöffmann war sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom als Medaillenfavoritin im Viertelfinale ausgeschieden. "Die Bedingungen und die Kurssetzung waren einer WM nicht würdig", sagt Schöffmann.

Schon in den Qualifikationsläufen sei die Kurssetzung nicht den schwierigen Verhältnissen angepasst worden. Ein Aspekt, der im Bewerb entscheidend war. Denn vor allem im Slalom stellte sich ein Lauf als deutlich schneller heraus. Schöffmann musste aufgrund ihrer schlechteren Qualifikationszeit in den entscheidenden Läufen am langsameren Kurs starten.

"Umsetzpflicht muss kommen"

"Es war schon in der Quali unmöglich zu fahren. Ein Rennen mit zwei so unterschiedlichen Kursen ist keine gute Werbung für den Sport. Ab nächster Saison muss sich da was ändern. Es sollte unter bestimmten Umständen eine Umsetzpflicht bei den Kursen geben", betont Schöffmann, die sich aber auch selbst in die Pflicht nimmt: "Ich muss mir eingestehen, das ich kein Set-up für diese Verhältnisse parat hatte. Wenn es solche Bedingungen im Training gibt, breche ich normalerweise ab, weil es mir zu gefährlich ist."

Trotz der schlechten Bedingungen bleibt am Ende aber die Enttäuschung, keine Medaille gewonnen zu haben. "Natürlich habe ich mir das alles ganz anders erwartet, bin in die USA geflogen, um eine Medaille zu holen. Aber so ein Rennen mit schlechten Bedingungen hakt man eher ab, als eines mit guten Bedingungen. Man muss es sich irgendwie schönreden." 

Generalprobe für Olympia 2022

Am Dienstag ist das ÖSV-Snowboardteam bereits Richtung Asien aufgebrochen, wo die nächsten Weltcup-Bewerbe stattfinden. Samstag und Sonntag steigen zwei Rennen in Südkorea, ehe es erstmals nach China geht. Dort wird es in zwei Jahren eine WM, in drei Jahren die nächsten Olympischen Spiele geben - die nächste Chance für Schöffmann auf eine Medaille bei Großereignissen. Und bis dahin? "Ich will heuer um Gesamtweltcup und Slalom-Weltcup mitfahren."

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