Ingeborg Kropfreiter: "Wir sperren nicht zu, wir feiern 100 Jahre!"

Ingeborg Kropfreiter steht seit 25 Jahren im Kerzen- und Confisserie-Geschäft. Heuer feiert das Unternehmen 100 Jahre
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ST. VEIT (stp). "Immer wieder kommen in letzter Zeit Leute zu mir ins Geschäft und fragen entsetzt warum ich zusperre. Das stimmt allerdings nicht, ich weiß nicht woher das Gerücht stammt", sagt Ingeborg Kropfreiter. Die St. Veiterin, der das Haus in dem sich das Geschäft befindet gehört, führt den Laden seit 1993. Entgegen aller Gerüchte denke sie noch nicht ans aufhören. Im Gegenteil: "Ich will weiterhin aktiv bleiben. Immerhin gibt es das Unternehmen nun seit genau 100 Jahren."

Dass im Geschäft sowohl Kerzen als auch Süßigkeiten - eine eher untypische Kombination - verkauft werden, geht auf den Gründer Ignaz Kropfreiter zurück. "Früher hat man aus dem Bienenwachs die Kerzen gefertigt und aus dem Honig die Süßigkeiten", erklärt Ingeborg Kropfreiter. Der Honig war auch Grundlage für Met und Lebkuchen. Diese Kombination sei bis heute traditionell so geblieben. "Beide Waren haben ihre Abnehmer", so Kropfreiter.

Die Hauptsaison im Geschäft ist von Oktober bis Ostern. Deshalb habe der Laden im Sommer auch an drei Nachmittagen in der Woche geschlossen. "Vor Allerheiligen und im Advent sind natürlich Kerzen gefragt. Zu Weihnachten und Ostern dann eher die Süßigkeiten", berichtet die Unternehmerin. An der Kundenfrequenz in ihrem Geschäft - vor allem Vormittags - könne sich Kropfreiter nicht beklagen.

Causa Innenstadt - "Kunden sind in der Pflicht!"

Die Situation in der Innenstadt gehe aber auch an ihr nicht vorüber: "Das Image der Innenstadt wird laufend schlecht geredet. Daher kommt auch niemand mehr. Natürlich haben wir ein Parkplatz-Problem. Aber dennoch sind auch jene Leute in der Pflicht, die ihre Erledigungen andauernd außerhalb der Innenstadt machen", bringt es Kropfreiter auf den Punkt. Die neue Parkplatz-Regelung sei ein größerer Nachteil für die Innenstadt-Kaufleute als die neu installierten Poller. "Man durfte ja auch vorher nicht hereinfahren", betont sie. 

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