Die Fischa: Von der Quelle bis zur Mündung in die Donau
Der Fischa-Ursprung, ein Naturdenkmal bei Haschendorf

Titelbild: Der Fischa-Ursprung im Gemeindegebiet von Haschendorf
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Region STEINFELD-Haschendorf.   In meiner Heimatregion gibt es drei für die Umgebung bedeutende Flüsse, die Leitha (Landegg-Pottendorf), die Fischa (Pottendorf-Weigelsdorf-Ebreichsdorf) und die Piesting (Ebreichsdorf). In der heute beginnenden, mehrteiligen Doku-Serie stelle ich Euch meinen unmittelbaren Heimatfluss, die Fischa, die auch Große Fischa, Kalte Fischa und Fischa-Dagnitz genannt wird, vor.  Sie entspringt im Gemeindegebiet von Haschendorf, fließt durch das Steinfeld und mündet nach 48 Kilometern bei Fischamend in die Donau.

Der Name Fischa stammt vermutlich von dem althochdeutschen Wort "viscaha", das ungefähr mit "Fischwasser" oder "Fischache" übersetzt werden kann, was mir durchaus plausibel und nachvollziehbar erscheint, da es in der Fischa schon seit jeher zahlreiche Fische, wie z.B. Saiblinge, aber vor allem Bach- und Regenbogenforellen, gibt. Der Beiname Dagnitz rührt von einem längst versunkenen Dorf namens Taigetz mit 17 Häusern am rechten Ufer im Bereich des Ursprungs. Laut meinen Recherchen steht "Taig" für feuchte Erde/Sumpf und "etz" ist so etwas wie Weide/Weiderecht. Ergo schließe ich daraus, dass Dagnitz eine abgeleitete Form von "Taigetz" ist und in etwa "feuchtes, sumpfiges Weideland" bedeutet.

Natürliche Quellen sind heute noch relativ unbekannte Biotope. Der steigende Bedarf an hochwertigem Wasser und die intensive Nutzung der Landwirtschaft haben jedoch vielfach zu Verbauungen geführt und das hat seit rund 100 Jahren das Sterben von Quellen und kleinen Bächen beschleunigt. Daher ist es sehr erfreulich, dass der Fischa-Ursprung zum Naturdenkmal erklärt wurde. In dem geschützten Bereich gibt es sechs stärkere Quellen mit hochwertigem Wasser sowie eine besondere Quellenfauna mit zahlreichen Kleinlebewesen und eine Schneckenart, die weltweit nur an dieser Stelle beim Ursprung der Fischa-Dagnitz zu finden ist, nämlich die Quellschnecken ("Belgradiella pelerei").

Der Quellenbereich der Fischa befindet sich genau am Übergang des Schotterbodens der "Trockenen Ebene" in die durch Lehmschichten gekennzeichnete "Feuchte Ebene".

Viel Vergnügen mit der Bilddoku und liebe Grüße Silvia

Infos:
Die Fischa - Erklärung des Fischa-Ursprungs zum Naturdenkmal - Haschendorf

Autor:

Silvia Plischek aus Steinfeld

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