Tipps von Seminarbäuerin Emilie Staudinger
Gemüse haltbar machen durch Fermentieren

Unter dem Schlagwort "Gut leben lernen" bietet die Landwirtschaftskammer Oberösterreich verschiedenste Kochkurse, Cookinare und Fortbildungen an, die von den OÖ Seminarbäuerinnen gehalten werden.  | Foto: Tobias Schneider-Lenz
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  • Unter dem Schlagwort "Gut leben lernen" bietet die Landwirtschaftskammer Oberösterreich verschiedenste Kochkurse, Cookinare und Fortbildungen an, die von den OÖ Seminarbäuerinnen gehalten werden.
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Die Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundären Pflanzenstoffe aus dem sommerlichen Gemüsegarten auch in der kalten Jahreszeit zur Verfügung zu haben, ist ein Thema, das die Menschen auf der ganzen Welt seit vielen Jahrhunderten beschäftigt. Das Zauberwort hierzu nennt sich "Fermentieren".

SCHLIERBACH. Frei nach dem Motto: "Auspacken, ansetzen, alles stehen und liegen lassen – fertig!" wird das Gemüse beim Fermentieren durch Milchsäuregärung haltbar gemacht. Seminarbäuerin Emilie Staudinger aus Großraming gibt ihr Wissen dazu in zahlreichen Kursen weiter. Der nächste findet am 8.11.25 um 9.00 in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Schlierbach statt.

Herstellung von Sauerkraut in neuem Gewand

"Im Herbst wartet jede Menge Gemüse darauf, verarbeitet zu werden", so Emilie Staudinger, "Fermentieren ist die billigste, einfachste und älteste Methode des Haltbarmachens, die in allen Kulturen praktiziert worden ist, denn man braucht dazu lediglich Salz". Kannte man es früher hauptsächlich von der Herstellung von Sauerkraut - so erfährt es momentan ein regelrechtes Comeback. Kimchi, Zwiebel, Rotkraut und Bärlauch-Knospen sind nur einige fermentierte Köstlichkeiten, die wieder voll im Trend sind.

Die 2 Methoden des Fermentierens

Grundsätzlich gibt es beim Fermentieren zwei Methoden. Bei der Lacke-Technik werden 10 dag Salz in 2l Wasser aufgelöst und das Gemüse darin eingelegt. Salzgurken, Karotten, Radieschen, Knoblauchzehen oder im Frühling auch Bärlauch-Knospen werden nach dieser Methode haltbar gemacht. 

Der Gärprozess dauert 14 Tage

Sauerkraut, Kimchi und Wurzelgemüse werden direkt gesalzen und mit dem Salz verknetet, sodass der Zellsaft austritt. Das ganze drückt man dann in 2-3l Gläser fest hinein, gibt oben ein Weinblatt- oder Krautblatt drauf und gibt nochmals ein mit Wasser befülltes Nylonsackerl oben darauf, um das Glas luftdicht abzuschließen. Das ganze lässt man vorerst 3-5 Tage warm in der Küche stehen, danach noch weitere 10 Tage in der kälteren Speis. "Das Glas darf in dieser Zeit jedoch noch nicht fest zugeschraubt werden, da es sonst durch den Gärprozess zerspringen könnte", erklärt Staudinger, dazu gibt sie gerne den Satz "Alles ist gut, solange es unter der Lacke ruht", an ihre Kursteilnehmer weiter. 

Fermentiertes Gemüse unterstützt beim Abnehmen

"Interessant ist fermentiertes Gemüse auch beim Abnehmen, das Milchsäure die Bauchspeicheldrüse aktiviert und damit die Verdauung entlastet!", verrät die dienstälteste Seminarbäuerin Oberösterreichs, die seit 1994 ihr Wissen in unzähligen Kursen weitergibt und der es ein Herzensanliegen ist, die Menschen für das „Selber-Kochen“ und „Selber-Machen“ zu begeistern. 

Seminarbäuerinnenkurse der Landwirtschaftskammer OÖ
Anmeldungen zum Fermentierkurs (Kursnummer: 3329/409), sind über das LFI Kundenservice Tel +43 (0)50 6902 1500 möglich. Veranstaltungsort ist die LFS Schlierbach, 
Beginn: 08.11.2025, 09:00 Uhr - Ende: 08.11.2025, 12:00 Uhr

Unter dem Schlagwort "Gut leben lernen" bietet die Landwirtschaftskammer Oberösterreich verschiedenste Kochkurse, Cookinare und Fortbildungen an, die von den OÖ Seminarbäuerinnen gehalten werden.  | Foto: Tobias Schneider-Lenz
Foto: Landwirtschaftskammer OÖ
Seit 1994 gibt Seminarbäuerin Emilie Staudinger ihr fundiertes Wissen und ihre Erfahrung in Bezug auf Kochen und die Verarbeitung von Lebensmitteln in unzähligen Seminaren in ganz Oberösterreich weiter.  | Foto: Volker Weihbold
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