02.09.2014, 12:08 Uhr

Regiogeld – das Geld der Zukunft?

Franz Galler. (Foto: Privat)

Franz Galler, Initiator des Regionalgelds „Sterntaler“ in Bayern, referiert in Losenstein.

LOSENSTEIN. Mehr als zwanzig Jahre war Franz Galler im Bankwesen tätig. Seit 15 Jahren ist der gelernte Bankkaufmann selbstständiger Vermögensberater. Er zeigt als Pionier neue Wege für den Umgang mit Geld auf.

Galler – er lebt in der bayerischen Gemeinde Ainring – ist Initiator des Regiogelds „Sterntaler“, Gründungsvorstand des Regiogeld-Vereins STAR eV sowie der Sozialgenossenschaft RegioSTAR eG.

Unter dem Motto „Regiogeld – das Geld der Zukunft?“ referiert Galler am Donnerstag, 11. September 2014, um 20 Uhr im Pfarrzentrum Losenstein. Initiator des Vortrags ist Kaufmann Bernd Fischer aus Losenstein. Er möchte in der Region mit einer Gruppe Gleichgesinnter eine Regionalwährung begründen – den EnnsTaler.

„Denkgefängnis“ Geld
Franz Galler zeigt in seinen Vorträgen neue regionale Wege aus einem „Denkgefängnis“ Geld. Er stellt Lösungsansätze vor, die auf Regionalität statt „Globalisierung", auf Kooperation statt Konkurrenz und auf Nachhaltigkeit statt Wachstum und Umweltzerstörung setzen.

Dreifacher Vater
Der Vater von drei Kindern lebt das, führt zusammen mit seiner Frau Karin Deinbeck seit Anfang 2012 das Zallis Naturkost-Café und lebt dort seine Regiogeld-Idee: über 60.000 Regios wurden beim Umbau investiert. Monat für Monat belaufen sich die Regio-Einnahmen auf rund ein Viertel des Monats-Umsatzes. Tendenz steigend und bei 100 Prozent Akzeptanz! Das Zallis hat noch nie Regiogeld zurückgetauscht, sondern über Lieferanten und Geschäftspartner seinen eigenen Kreislauf geschaffen.

Gelebtes Engagement
Der Unternehmer Galler setzt ganz auf regionale Selbständigkeit und gelebtes Bürgerengagement anstatt auf staatliche oder globale Abhängigkeit. Mit konkreten Projekten initiierte er den Weg zurück zum menschlichen Maß. In Verein und Genossenschaft mit einem eigenen Dorfladen, Permakultur- und Energie-Projekten, vor allem aber mit der Verwendung genossenschaftseigener komplementärer, das heißt den Euro ergänzender Regionalwährungen, die mit regionalen Waren und Dienstleistungen gedeckt auch als doppelter Boden bei möglichen Währungsturbulenzen fungieren sollen.

Mehr Infos auf http://www.zallis.de
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