27.09.2016, 12:58 Uhr

Leichtfried: "Steyr auf gutem Weg zur Modellregion für Innovation"

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Daniela Limberger, Christian Kreil, Nationalrat Markus Vogl, BM Jörg Leichtfried, Andreas Huber, Raphael Ofner, Reinold Richtsfeld, Bürgermeister Gerald Hackl und Walter Ortner Erste Reihe (v.l.n.r.): Wilfried Huber, Anton Huber und Christoph Grumböck (Foto: Peter Kainrath)

FAZAT-Award für vier Projekte aus dem Innovationsprozess Steyr2030 verliehen

STEYR. Am Montag, 26. September, wurden im Museum Arbeitswelt in Steyr erstmals die FAZAT-Awards verliehen. Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie ehrte die vier Preisträger in den Kategorien Technologie, Geschäftsmodelle, Fachkräfte und Lebensraum der Zukunft. Die vier ausgezeichneten Projekte wurden aus dem Open Innovation Prozess Steyr 2030 entwickelt und vorangetrieben.
Bundesminister Jörg Leichtfried zollt bei dem Besuch in Steyr nicht nur den Preisträgern Respekt, sondern zeigt sich von der Dynamik in der Region beeindruckt: „Steyr zeigt, wie innovative Regionalpolitik, Technologie- und Arbeitsmarktpolitik erfolgreich verknüpft werden können. Die Offenheit für neue Ideen und die Bereitschaft, in unterschiedlichen Disziplinen zusammenzuarbeiten, sind Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg. Steyr hat sich zu einer innovativen Modellregion entwickelt und setzt – gemeinsam mit den Partnern aus Industrie und Forschung – wertvolle Impulse für unseren Wirtschaftsstandort“, betont Infrastrukturminister Jörg Leichtfried im Rahmen der Preisverleihung.

Viel Arbeit bis zum Award
Bei der Auswahl der Preisträger für den FAZAT-Award hielt sich der Vorstand des Vereins FAZAT an das Voting von mehr als 200 Personen beim Ideencasting im Mai des Jahres. FAZAT-Vorstand Markus Vogl: „Das Publikumsvoting war recht eindeutig, dem können wir uns anschließen.“
„Steyr 2030 besteht nicht nur aus den vier Siegerprojekten. Wir werden die weitere Entwicklung der Projekte mit einem Betrag von bis zu 150.000 Euro unterstützen“, sagt Walter Ortner, Geschäftsführer des Vereins FAZAT.

Award wurde von der HTL Steyr gestaltet
Der Award wurde im Rahmen eines Wettbewerbs in der Designklasse der HTL Steyr gestaltet. Der Entwurf stammt von der Schülerin Anna Gundendorfer.

Die Preisträger
Kategorie Technologie
Sonnenstrom Steyr (Jochen Sperrer)
Die Dachflächen von Unternehmen und kommunalen Immobilien eignen sich hervorragend für Photovoltaikanlagen. Das Projektteam hat bereits konkrete Pilotprojekte in die Wege geleitet. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau eines Energiekompetenznetzwerks, das Unternehmen und private Haushalte bei der Umsetzung von PV-Projekten unterstützt und damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leistet.

Kategorie Geschäftsmodelle
Stadtplatz im Aufbruch (Daniela Limberger)
Die Idee „Stadtplatz als großes Einkaufszentrum“ wurde ursprünglich von einem Team von HAK-SchülerInnen eingebracht. Sie wird nun als „Stadtplatz im Aufbruch“ von einem Team um Stadtmarketing-Chefin Daniela Limberger weiterentwickelt. Maßnahmen sind unter anderem ein Leitsystem für die Innenstadt, die Entwicklung einer Shopping-App und die Einrichtung von Begegnungszonen in der Innenstadt.

Kategorie Fachkräfte
ReBrand Steyr – Die Stadt der Innovation (Christian Kreil)
Die organisch gewachsene, aber in die Jahre gekommene Marke „alte Eisenstadt Steyr“ soll von einem strategisch gewählten Brand „Steyr - Stadt der Innovation“ abgelöst werden. Diese Positionierung soll einerseits nach außen wirken und Fachkräfte, High Potentials, Gründer und Ansiedler ansprechen und auf die Stadt aufmerksam machen.
Die Fokussierung soll zudem nach innen wirken, und Einrichtungen, Unternehmen und die Verwaltung in der Stadt zu Innovationen anspornen.
Die Idee wird von Stakeholdern aus Industrie, Wirtschaft, Politik und Bildung unterstützt.

Kategorie Lebensraum
Die stehende Welle im Fluss (Christoph Grumböck)
Die Idee einer künstlichen, stehenden Welle für Surfer und Kajaker war bereits sehr weit gediehen. Sie sollte bei der Heindlmühlwehr in der Steyr im unmittelbaren Stadtzentrum entstehen – und die Stadt mit einem neuen touristischen Highlight bereichern. Letztendlich musste der Standort wegen Sicherheitsbedenken verworfen werden. Das interdisziplinäre Projektteam arbeitet aber bereits an der Verwirklichung der Welle an einem neuen Standort.
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