Fulpmes
Kaufleute verfolgen ehrgeizige Ziele

Obmann Helmut Krösbacher informiert, dass sich der Verein künftig unter anderem für eine bessere Parksituation im Dorf stark machen will.
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  • Obmann Helmut Krösbacher informiert, dass sich der Verein künftig unter anderem für eine bessere Parksituation im Dorf stark machen will.
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FULPMES.Der Verein der Fulpmer Kaufleute dehnt sein Engagement jetzt auf neue Themenfelder aus. Obmann Helmut Krösbacher im Interview.

BEZIRKSBLATT: Herr Krösbacher, genau zwei Jahre gibt es den Verein der Fulpmer Kaufleute nun bereits. Wie fällt das Zwischenresümee aus?
Krösbacher:
Sehr gut. Die ersten zwei Jahre waren vom Stubai-Taler als Geschenkmünze geprägt. Zudem haben wir zum Muttertag, an Ostern oder zu Weihnachten neue Akzente gesetzt und damit ein Ganzjahresmarketing eingeführt.

Der Jahreswechsel liegt gerade hinter uns – wie viele Stubai-Taler wurden 2019 verschenkt?
Im vergangenen Jahr wurden Stubai-Taler im Wert von über 200.000 Euro verschenkt. Etwas mehr als noch 2018. Das macht uns schon stolz. Und es sichert natürlich ein gewisses Maß an Kaufkraft in den heimischen Geschäften. Denn von den 200.000 verschenkten Münzen wurden rund 190.000 auch wieder eingelöst. Das ist die eigentliche Messgröße für uns. Daran lässt sich feststellen, dass das Projekt erfolgreich läuft und bestätigt uns darin, dass es wichtig war, den Verein zu gründen. So kann dem Geschäftesterben wirklich Einhalt geboten werden.

Wie viele Mitglieder zählt der Verein inzwischen?
75. Für diese findet jährlich zweimal ein Stammtisch statt, der sozusagen als "Sprachrohr" dient. Neben dem Erfahrungsaustausch werden bei den Treffen auch neue Ideen aufgenommen etc.

Gibt es neue Ideen für die Zukunft?
Jede Menge! Zum einen haben wir uns mit der Gemeinde und dem TVB Stubai zusammengetan und werden heuer ein Ortsmarketingkonzept entwickeln. Wir denken nämlich, dass es wichtig ist, dass Fulpmes als Einkaufsdorf eine klare Positionierung bekommt. In welche Richtung die genau gehen könnte, soll nun im Rahmen eines Findungsprozesses gemeinsam mit einer externen Expertenfirma eruiert werden.

Das heißt, man will die Stärken des Ortes ermitteln und auf diese dann aufbauen?
Genau. Wir werden den Bestand erheben, uns darüber Gedanken machen, wo Fulpmes in zehn Jahren stehen soll und Wege aufzeigen, die zum Erreichen dieses Ziels führen.

Umfasst das auch infrastrukturelle Themen?
Sicher. Wir werden alle Felder bearbeiten, die dazu beitragen, Fulpmes für die Zukunft fit zu machen. Dazu zählt etwa auch das der unbefriedigenden Parksituation im Zentrum. Hier orten wir Kaufleute gewaltiges Verbesserungspotenzial. Eine Bedarfserhebung, die wir 2019 bei unseren Kunden durchgeführt haben, untermauert den Handlungsbedarf.

Haben Sie schon Ansätze im Kopf, wie man dem Problem Herr werden könnte?
Ja. Ein Pendlerparkplatz etwas außerhalb des Ortskerns zum Beispiel könnte die Situation entschärfen. Aktuell ist es leider so, dass viele Mitarbeiter von Betrieben ihre Autos in den Kurzparkzonen abstellen und ständig die Parkuhr weiterdrehen. Das nimmt nicht nur unseren Kundschaften Parkflächen weg, sondern ist auch für uns als Arbeitgeber unbefriedigend, da der Mitarbeiter in der Arbeitszeit regelmäßig vor die Türe muss. 

Wo könnte so ein Pendlerparkplatz eingerichtet werden?
Wir führen laufend Gespräche, aber bisher ohne konkretes Ergebnis. Es ist nicht so leicht, aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden.

Der Verein holt also ganz schön aus und befasst sich mit Fragen, die weit über die Ladengrenzen hinausreichen.
Stimmt, aber wir glauben, dass es wichtig ist, auch solche Dinge anzupacken, um langfristig für unsere Kunden attraktiv genug zu bleiben und gegen andere Geschäfte – etwa in der Stadt – bestehen zu können.

Dazu tragen auch Veranstaltungen bei, die auf Initiative der Fulpmer Kaufleute ins Leben gerufen werden.
Richtig. Einmal pro Jahr organisieren wir eine Veranstaltung im Gemeindezentrum. 2019 stand diese unter dem Motto "Kunst und Kaufleute". Dabei wurde allen Fulpmer Künstlern eine Bühne geboten, auf der sie sich präsentieren konnten. Heuer, genauer kommenden Samstag, den 25. Jänner, laden wir ab 18.30 Uhr zur Ausstellung "Fulpmes im Wandel der Zeit". Wir wollen in Erinnerung rufen, wie Fulpmes damals ausgesehen hat. Es werden Bilder und Filme gezeigt, es werden Zeitzeugen zu Wort kommen und selbstverständlich ist auch für ein nettes Rahmenprogramm gesorgt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Programm

"Fulpmes im Wandel der Zeit" – zu einer Reise in die Vergangenheit des Dorfes wird am Samstag, den 25. Jänner 2020 ab 18.30 Uhr im Gemeindesaal der Marktgemeinde Fulpmes geladen. Es gibt eine Vorführung alter Filme und eine Fotoausstellung historischer Aufnahmen (Erwerb der Bilder möglich). Live-Unterhaltung mit der "Fulpmer Tanzl-Partie", moderiert wird von Fabian Strickner. Das Programm: 18.30 Uhr: Einlass inklusive Kaffee und Kuchen; 19.00 Uhr: Begrüßung; 19.30 Uhr: Interview der Stubaier Zeitzeugen; 20.00 Uhr: Stubacher Joagge; 20.30 Uhr: Filmvorführung (historischer Film aus Fulpmes); 21 Uhr: Ende der Veranstaltung.
www.meinbezirk.at

Obmann Helmut Krösbacher informiert, dass sich der Verein künftig unter anderem für eine bessere Parksituation im Dorf stark machen will.
Autor:

Tamara Kainz aus Stubai-Wipptal

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