Chairman Cup
Lautstarker Fanrummel spaltet Neustift – jetzt gibt es eine Krisensitzung

Die Kinder-Stars des Chairman Cup werden lautstark angefeuert. Einige Anrainer haben damit wenig Freude. | Foto: Pernsteiner
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  • Die Kinder-Stars des Chairman Cup werden lautstark angefeuert. Einige Anrainer haben damit wenig Freude.
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UPDATE Freitag, 29. Mai 12 Uhr: Bei der Sitzung am Donnerstagabend wurde vereinbart, dass als Sofortmaßnahmen für das zweite Chairman-Cup-Wochenende der Trötenverkauf vor Ort eingestellt und das Mikro des Platzsprechers leiser gestellt werden. Zudem soll es über die Mittagszeit Pausen geben. Am Rande erwähnt kursiert inzwischen auch eine Unterschriftenliste, auf der sich dutzende weitere Personen aus den betroffenen Ortsteilen gegen den Lärmpegel des Chairman Cup aussprechen.

Der Chairman-Cup ruft viel Begeisterung hervor. Wegen des hohen Lärmpegels wächst aber auch die Kritik.

NEUSTIFT. Die Sportanlage in Neustift-Kampl ist derzeit wieder Austragungsort des Chairman-Cup (wir berichteten). Es ist die fünfte Auflage des internationalen Kinderfußball-Turniers für U10- und U11-Teams aus ganz Europa. Zu den beiden Turnierwochenenden reisen hunderte Kinder samt Familienangehörigen ins Stubai. "Für unsere Region ist es von unvorstellbarem Wert, eine solche Veranstaltung austragen zu dürfen", hielt TVB-Obmann Adrian Siller dazu im Vorfeld fest.

Freud und Leid

Während den TVB Stubai der Rummel freut – die Wertschöpfung des Turniers beläuft sich mittlerweile auf eine Million Euro – fühlen sich Anrainer zunehmend gestört. Insgesamt vier Tage mit lautstarker Stimmungsmache zwangsbeglückt zu werden, ist so manchem zuviel. Wie Anrainer Hansjörg Ranalter: "Dieser Krawall geht zu weit! Wegen der Trommeln und Tröten, der Musik und dem Geschrei verstehen im Garten unser eigenes Wort nicht mehr", klagt er. Beschwert hatte er sich auch schon 2025 – geändert habe das aber nichts.

Vizebgm. Friedl Siller: "Lärmpegel ist gewaltig"

"Wir haben die Mikros leiser geschalten und die Musik zurückgedreht. Ich kann den Leuten aber nicht verbieten, ihre Kinder anzufeuern. Wir stören ja auch keine Nachtruhe", kontert Veranstalter Manuel Pfurtscheller, dass man sehr wohl reagiert habe. Die ergriffenen Maßnahmen reichen aber auch nach Meinung von Vizebgm. Friedl Siller nicht aus. In Vertretung von Bgm. Andreas Gleirscher, der derzeit auf Urlaub ist, muss er sich heuer mit der Sache befassen: "Ich habe etliche Anrufe erhalten – auch wegen der ebenso lauten Eröffnungsfeier am Kirchplatz am Freitagabend. Am Pfingstsamstag habe ich mir dann rund um den Sportplatz selbst ein Bild gemacht. Der Lärmpegel ist wirklich gewaltig. Für mein Empfinden ist das Einheimischen und Gästen auf längere Dauer so nicht zumutbar."

Krisensitzung anberaumt

Siller ist selbst Hotelier und hat auch Verständnis für die Organisatoren. "Tourismusveranstaltungen müssen in Neustift platz haben und dafür muss es auch ein Miteinander geben. Der Chairman Cup in seiner aktuellen Auswirkung und Intensität ist aber zuviel des Guten", stellt er klar und fordert Änderungen ein. Nachdem das zweite Turnierwochenende erst noch bevorsteht, hat Siller für Donnerstag eine Krisensitzung einberufen. Vertreter der Gemeinde, des TVB Stubai und der Veranstalter sollen sich dabei für die finale Runde des Kinderfußball-Turniers Maßnahmen zur "Schadensbegrenzung" überlegen.

Letzter Chairman Cup im Stubai?

In Anbetracht all dessen, schließt Pfurtscheller nicht aus, für nächstes Jahr überhaupt die Reißleine zu ziehen: "Mit dem Chairman Cup schaffen wir Faszination, Begeisterung und Stimmung. Es ist ein tolles Sportfest. Aber wenn die Regularien praktisch unerfüllbar werden, suche ich mir einen neuen Austragungsort. So schade das auch wäre."

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Die Kinder-Stars des Chairman Cup werden lautstark angefeuert. Einige Anrainer haben damit wenig Freude. | Foto: Pernsteiner
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