28.11.2016, 08:48 Uhr

Tiroler Ärztin Maria Schiestl mit Romero-Preis ausgezeichnet

Maria Schiestl zeigt stolz ihre Auszeichnung, während die Landesrätinnen Christine Baur (l.) und Patrizia Zoller-Frischauf ebenso wie KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer und Diözesanadministrator Jakob Bürgler applaudieren. (Foto: Wagner)

"Sei so frei" und Katholische Männerbewegung (KMBÖ) ehrten in Innsbruck Maria Schiestl. Die Zillertaler Ärztin lebt und arbeitet schon seit
zwölf Jahren bei den Loita-Maasai in Kenia.

(dibk). Maria Schiestl ist am Freitagabend mit dem Romero-Preis ausgezeichnet worden. Schiestl nahm den Preis bei einem Festakt im ORF-Landesstudio Tirol aus den Händen des Innsbrucker Generaladministrators Monsignore Jakob Bürgler und des KMBÖ Vorsitzenden Leopold Wimmer entgegen.


“Maria Schiestl hilft den Armen und Schwachen in Kenia. Nachhaltige Projekte, wie das Gesundheits- und Bildungszentrum von Maria, sind die besten Initiativen in der Entwicklungszusammenarbeit“, sagte Generaladministrator Jakob Bürgler. Er gratulierte Schiestl zum Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung: „Es ist gut, wenn starke Männer sich mit einer starken Frau wie Maria treffen. Marias Haltung macht uns Mut.“

KMBÖ-Vorsitzender Wimmer erklärte bei der Feier: „Der Romero-Preis ist in unserer Zeit ein bedeutendes Zeichen Zeit für Kooperation und Zusammenarbeit. Es ist wichtig, anderen Menschen in Afrika und Lateinamerika zu helfen. Maria Schiestl ist für mich ein ganz beeindruckendes Beispiel, was ein Mensch mit konsequenten und zielgerichteten Einsatz erreichen kann.“

In Entasekera, einem abgelegenen Ort im knapp 300 Kilometer von Nairobi entfernten Loita-Hochland, leitet die 64-Jährige seit zwölf Jahren ein Gesundheits- und Bildungszentrum.

„Maria Schiestl verfolgte ihr Ziel beharrlich. Sie verlor nie den Mut, die Hoffnung und die Ausdauer. Wir ehren eine Frau, die ihre Vorstellung eines besseren und gerechteren Lebens für die Bewohnerinnen und Bewohner in der Maasai-Region trotz Konfliktsituationen durchsetzte. Wir verbeugen uns in Hochachtung und Verwunderung vor dir und hoffen, dass du noch lange nachhaltig wirken kannst“, betonte Primarius Hermann Kathrein aus Schwaz in seiner Laudatio.

„Vielen Dank für die Hilfe aus Österreich, ohne die Spenden aus meiner Heimat wäre der Bau des Gesundheitszentrums unmöglich gewesen. Vielen Dank auch an meine Familie für ihre langjährige Unterstützung. Diesen Preis nehme ich stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Entasekera entgegen. Der Romero-Preis ist eine große Ehre, Anerkennung und Auftrag, meinen Einsatz für Menschenrechte zu verstärken“, freute sich Schiestl in ihren Dankesworten.

Der an den salvadorianischen Märtyrerbischof Oscar Romero erinnernde Preis wird seit 1981 von der Katholischen Männerbewegung und ihrer entwicklungspolitischen Aktion "Sei so frei" an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. Der Romero-Preis ist Österreichs wichtigste Auszeichnung für herausragende Leistungen für Gerechtigkeit und Entwicklung in Afrika und Lateinamerika. Preisträger waren u.a. Bischof Erwin Kräutler, Waris Dirie und P. Josef Hehenberger.
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