16.10.2017, 17:34 Uhr

Mehrheit im Stubai und Wipptal war gegen Olympia

(Foto: Innsbruck Tourismus/Olympiaworld Innsbruck)

13 von 18 Gemeinden im Stubai und Wipptal stimmten gegen eine Olympia-Bewerbung.

GEBIET (kr). Neben der Nationalratswahl wurde am Sonntag auch über die Bewerbung für "Olympia 2026" abgestimmt. Das Tiroler Ergebnis war klar: Die Tiroler stimmten mit 53,25 % gegen die Olympia-Bewerbung. Im Bezirk Innsbruck-Land war das Ergebnis gegen Olympia sogar noch eindeutiger: 58,57 % stimmten dagegen. 

Meiste Gemeinden dagegen

Schaut man sich das Gebiet Stubai-Wipptal an, dann sind auch hier die meisten Gemeinden gegen Olympia 2026 gewesen: Die BürgerInnen von 13 von insgesamt 18 Gemeinden im Gebiet stimmten mit "Nein". 
Gegen eine Olympia-Bewerbung stimmten die Gemeinden Ellbögen, Gries, Matrei, Mieders, Mühlbachl, Navis, Patsch, Pfons, Schönberg, Steinach, Telfes, Trins und Vals. Am deutlichsten gegen eine Olympia-Bewerbung waren die Meinungen in Pfons: Die PfonerInnen stimmten mit 59,44 Prozent gegen Olympia. Auch sehr deutlich war das Ergebnis in Gries, wo 58,25 % dagegen waren. In Ellbögen waren 56,42 Prozent dagegen.

5 Gemeinden sagten "Ja"

Doch unter den 18 Gemeinden des Stubai- und Wipptales gab es auch Olympia-Befürworter: 5 Gemeinden stimmten mehrheitlich mit "Ja" und zwar Fulpmes, Gschnitz, Neustift, Obernberg und Schmirn. Die meisten Olympia-Befürworter gab es in Gschnitz, von wo auch Ski-Weltmeister Manfred Pranger stammt: Ganze 60,71 % stimmten für eine Olympia-Bewerbung. Auch in Neustift war das Ergebnis mit 56,94 % dafür mit am deutlichsten.

Knappes Ergebnis

In einigen Gemeinden war das Ergebnis über eine Olympia-Bewerbung besonders knapp. Am engsten ging es in Trins zu: Nur 10 Stimmen entschieden über "Ja" oder "Nein". So waren es 335 Stimmen dafür und 345 Stimmen dagegen, was zu einem Ergebnis von 50,74 % gegen Olympia führte. 
LH Günther Platter in einer ersten Reaktion: "Ich war und bin überzeugt, dass unser Angebot für redimensionierte Spiele eine Chance für Tirol, aber natürlich auch eine Chance für die Olympische Bewegung gewesen wäre. Ich finde es schade, dass die Abstimmung knapp negativ ausgegangen ist, freue mich aber besonders über die rege Beteiligung an der Befragung, die fast dreimal so hoch ist, wie beim letzten Mal.“
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