Quer durch Österreich
Alexander Kluckner läuft über 960 km für Herzkinder Österreich
- Zurück in der Heimat: Beim Genussmarkt in Leutasch kamen nochmals mehr als 300 Euro für die Spendenaktion zugunsten von Herzkinder Österreich zusammen. Im BIld Alexander Kluckner mit Iris Krug.
- Foto: MeinBezirk/Lisa Außerladscheider
- hochgeladen von René Rebeiz
18 Tage, 966,28 Kilometer und mehr als 36.000 Höhenmeter bergauf: Der Leutascher Alexander Kluckner hat sein außergewöhnliches Laufprojekt „AT:AK – Österreich laufend von Ost nach West durchqueren“ erfolgreich abgeschlossen. „AT“ steht dabei für Österreich, „AK“ für Alexander Kluckner. Vom Dreiländereck bei Deutsch Jahrndorf im Burgenland führte ihn die Strecke bis zum Dreiländereck bei Bangs in Vorarlberg. Gleichzeitig sammelte der 41-jährige Ultraläufer Spenden für Herzkinder Österreich.
LEUTASCH. Die Idee für das außergewöhnliche Projekt entstand bereits 2023 während einer Reise durch Südamerika. Bei einer Wanderung fragte sich Kluckner, ob es möglich wäre, Österreich laufend von Ost nach West zu durchqueren.
Aus den ursprünglich rund 579 Kilometern Luftlinie wurde durch die detaillierte Routenplanung eine deutlich längere Strecke. Kluckner wollte möglichst nahe an der Luftlinie bleiben, Hauptverkehrsstraßen vermeiden und Österreich nicht verlassen. So entstand eine Route quer durch sieben Bundesländer.
- 966,28 Kilometer quer durch Österreich: Alexander Kluckner beim Zieleinlauf in Bangs.
Von Deutsch Jahrndorf bis Bangs: In 18 Tagen durchquerte Alexander Kluckner Österreich laufend von Ost nach West. - Foto: Kluckner
- hochgeladen von René Rebeiz
Am Ende standen 966,28 Kilometer, 36.301 Höhenmeter bergauf und 35.890 Höhenmeter bergab zu Buche. Insgesamt war Kluckner knapp 192 Stunden unterwegs.
18 Tage statt der geplanten 17
Am 31. August fiel gegen 6 Uhr beim Dreiländereck Österreich–Slowakei–Ungarn nahe Deutsch Jahrndorf im Burgenland der Startschuss. Von dort ging es über Niederösterreich, Oberösterreich, die Steiermark, Salzburg und Tirol bis nach Vorarlberg.
Ursprünglich war die Durchquerung in 17 Tagesetappen geplant. Tatsächlich benötigte Kluckner 18 Tage, da er die neunte Etappe aufgrund ihrer Länge und der Anforderungen auf zwei Tage aufteilen musste.
Unterstützt wurde er während des gesamten Projekts von seinen Onkeln Karl Kopeinig und Kurt Herzele. Ein Wohnmobil begleitete das Team und diente als Unterkunft und mobile Basis.
Laufen für Herzkinder Österreich
Hinter der Aktion stand von Beginn an mehr als die sportliche Herausforderung. Kluckner verband seinen Lauf mit einer Spendenaktion zugunsten von Herzkinder Österreich. Durch die Aktion konnte Kluckner bereits unglaubliche 10383,- Euro generieren.
Der gemeinnützige Verein unterstützt Familien mit herzkranken Kindern unter anderem mit den Teddyhäusern in der Nähe österreichischer Kinderherzzentren. Dort finden Eltern und Geschwister während oft langer Krankenhausaufenthalte Unterkunft, Beratung und Unterstützung.
„Welches Glück es ist, gesund zu sein“
Für Kluckner war die Österreichdurchquerung auch eine persönliche Angelegenheit:
„Mit zunehmendem Alter wird mir immer bewusster, welches Glück es ist, gesund zu sein und sich frei bewegen zu können. Dieses Privileg möchte ich nutzen – nicht nur, um persönliche Grenzen auszuloten, sondern auch, um Menschen zu unterstützen, denen dieses Glück nicht selbstverständlich gegeben ist.“
Gutes Wetter als wichtiger Begleiter
Während der 18 Tage hatte das Team insgesamt großes Wetterglück. Die wenigen Regenphasen machten allerdings deutlich, wie sehr anhaltender Regen die Herausforderung zusätzlich erschwert hätte.
„Wir, also meine Onkel und ich, waren überrascht und zugleich sehr glücklich über das gute Wetter, das wir die 18 Tage über hatten. Die wenigen Regenphasen haben uns aber sehr deutlich aufgezeigt, um welche Dimension schwieriger das Projekt gewesen wäre, hätte es mehrere Tage hintereinander geregnet. Man bekommt die Kleidung nicht mehr trocken, den Dreck und die Nässe trägt man in das Wohnmobil, und zu einer Verkühlung ist es dann auch nicht mehr weit“
blickt Kluckner auf MeinBezirk Nachfrage zurück.
Ziel erreicht – und noch einmal für den guten Zweck gelaufen
Nach 18 Tagen war das Ziel erreicht: das Dreiländereck Österreich–Liechtenstein–Schweiz bei Bangs. Damit hatte Kluckner Österreich auf seiner geplanten Route von Ost nach West laufend durchquert.
Am Freitag, 18. September, ging es für ihn anschließend noch einmal zurück nach Leutasch. Auf Einladung von Iris Krug vom Ganghofermuseum besuchte Kluckner den Genussmarkt und lief gemeinsam mit Krug und weiteren Teilnehmern, darunter viele Kinder mit einer Riesenfreude, symbolisch eine Runde um den Leutascher Pavillon. Dabei wurde nochmals für Herzkinder Österreich gesammelt. Mehr als 300 Euro kamen an diesem Tag zusätzlich zusammen.
Spendenaktion läuft noch bis Mitte November
Auch wenn die sportliche Herausforderung abgeschlossen ist, kann das Projekt weiterhin unterstützt werden. Die Spendenaktion zugunsten von Herzkinder Österreich läuft noch bis Mitte November.
Wer den guten Zweck unterstützen möchte, kann über die offizielle Spendenaktion noch einen Beitrag leisten. Jeder gespendete Euro kommt der Arbeit von Herzkinder Österreich zugute.
Spendenaktion „AT:AK – Österreich laufend von Ost nach West durchqueren“
Spendenpartner: Herzkinder Österreich
Jetzt noch spenden und das Projekt unterstützen:
laufmit.alexanderkluckner.com
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