Der Umbau ist abgeschlossen
Bahnhof Seefeld wurde „WM-fit“ gemacht

Hatten bei der Eröffnung des Bahnhofs Seefeld im Schneegestöber sichtlich Freude: Bürgermeister Werner Frießer, ÖBB-Infra Vorstand Franz Bauer, ÖBB-Holding Aufsichtsratsvorsitzender Gilbert Trattner, Landeshauptmann Günther Platter, LHStv.in Ingrid Felipe, LA Markus Abwerzger (v.l.) | Foto: Holzknecht
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  • Hatten bei der Eröffnung des Bahnhofs Seefeld im Schneegestöber sichtlich Freude: Bürgermeister Werner Frießer, ÖBB-Infra Vorstand Franz Bauer, ÖBB-Holding Aufsichtsratsvorsitzender Gilbert Trattner, Landeshauptmann Günther Platter, LHStv.in Ingrid Felipe, LA Markus Abwerzger (v.l.)
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SEEFELD. Den Tiroler Bahnkunden und den Besuchern der Nordischen Ski-WM steht ab sofort ein moderner, barrierefreier Verkehrsknoten zur Verfügung.

Bahnhof umfassend modernisiert

Vom 19. Februar bis 3. März 2019 findet in Seefeld die Nordische Skiweltmeisterschaft statt. Rund 200.000 Besucher werden zu diesem Großereignis erwartet. Als Österreichs wichtigster Mobilitätsdienstleister übernehmen die ÖBB eine zentrale Rolle bei der Beförderung von Teilnehmern, Betreuern, Gästen und Zuschauern. Um Qualität und Komfort für die ÖBB-Kunden, aber auch für die Besucher der Nordischen Ski WM 2019 zu sichern, wurde der Bahnhof Seefeld umfassend modernisiert und „WM-fit“ gemacht.

Nachhaltiges Projekt mit Mehrwert

Am Montag, 10. Dezember, wurde der neue Bahnhof bei Schneegestöber von Landeshauptmann Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe, Landtagsabgeordnetem Markus Abwerzger als Vertreter von Verkehrsminister Norbert Hofer, Bürgermeister Werner Frießer und Franz Bauer, Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG, eröffnet. ÖBB, Land Tirol und die Gemeinde haben gemeinsam rund 22,8 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Aushängeschild mit Strahlkraft

Einig war man sich, dass der neue Bahnhof sowohl Aushängeschild mit Strahlkraft als auch parktischer Mehrwert für die Reisenden ist:
Landeshauptmann Günther Platter: „Wenn von 19. Februar bis 3. März 2019 die Nordische Ski-WM in Seefeld über die Bühne geht, werden die Augen der interessierten Sportwelt auf Tirol gerichtet sein. Ich bin davon überzeugt, dass sich unser Land nach der erfolgreichen Kletter- und Rad-WM einmal mehr als hervorragender Gastgeber präsentieren und Seefeld seinem Ruf als Mekka des nordischen Skisports gerecht wird. Mit dem neuen Bahnhof Seefeld – zweifellos einem Aushängeschild moderner Infrastruktur – steht WM-Besuchern und Tiroler Bahnkunden gleichermaßen ein Verkehrsknotenpunkt zur Verfügung, der in puncto Qualität und Komfort keine Wünsche offen lässt. Die gemeinsamen Investitionen von ÖBB, Land Tirol und Gemeinde haben sich mehr als gelohnt.“

Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe:
„Schon beim Bahnhof in St. Anton haben wir gesehen, welche nachhaltigen Wirkungen eine solche infrastrukturelle Investition im Vorfeld einer Ski-WM hat. In Seefeld steht nun auch so ein Mobilitäts-Schmuckstück, das die Multimodalität in unserem ÖV-Konzept beeindruckend repräsentiert: Ein Bahnhof als Knotenpunkt für regionale und internationale Zugverbindungen, kombiniert mit P+R Anlagen, Fahrradabstellflächen und barrierefreien Zu- und Abgängen für alle PendlerInnen. Ein Vorzeigeprojekt in Österreich.“

Klubobmann Markus Abwerzger: „Erfreulicherweise wurde in den vergangenen Jahren in Tirol viel investiert, und ich weiß von Bundesminister Hofer, dass Tirol ihm wirklich ein Herzensanliegen ist. Der Öffentliche Verkehr hat gerade in Tirol aufgrund der geographischen Lage immense Bedeutung. Der neue generalsanierte Bahnhof in Seefeld ist einerseits für den öffentlichen Personennahverkehr von großer Bedeutung, aber auch für den Tourismus. Ein vorrangiges Ziel muss es nämlich sein, immer mehr Touristen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Tirol zu bringen.“

Bürgermeister Werner Frießer: „Ich freue mich sehr über unseren neuen, zeitgemäßen und barrierefrei zugänglichen Bahnhof. Dieser wertet nicht nur das Erscheinungsbild unsere Gemeinde auf, sondern auch unsere Bürgerinnen und Bürger profitieren nachhaltig davon. Im Februar sind wir Gastgeber einer sportlichen Großveranstaltung, bei der rund 200.000 Gäste erwartet werden. Mit dem neuen Bahnhof bieten wir den Besucherinnen und Besuchern ein attraktives Eingangsportal in unsere Olympiaregion und zugleich einen modernen und barrierefreien Zugang zur Bahn.“

ÖBB-Infrastruktur Vorstand Franz Bauer: „Der Umbau des Bahnhofes Seefeld in Tirol ist ein ‚Projekt mit Mehrwert‘. Der stark durch Straßenverkehr belastete Vorplatz wurde im Zuge der Arbeiten zur Fußgängerzone und so Teil des Ortskerns der Gemeinde. Dank der guten Zusammenarbeit sowie der kontinuierlichen Abstimmung mit dem Land Tirol und der Gemeinde Seefeld konnten wir in den vergangenen eineinhalb Jahren einen neuen attraktiven Lebensraum für Anrainer und Gäste schaffen.“

Umfassende Modernisierung

Zahlreiche Modernisierungen und Verbesserungen wurden umgesetzt, um Komfort und Attraktivität zu steigern. Dazu zählen u.a. zwei neue Personenlifte, barrierefreie, witterungsgeschützte Bahnsteige, eine neue helle Unterführung, ein taktiles Blindenleitsystem sowie kurze Wege zwischen Bus und Bahn.

Verbesserungen im Überblick:
alle Umstiege zwischen Bahn und Bus sind witterungsgeschützt und barrierefrei
zwei Personenlifte zu den Randbahnsteigen
neue, helle Unterführung
neuer Busterminal direkt neben Bahnsteig 1
Bahnsteigüberdachung an beiden Randbahnsteigen
Erweiterte Park+Ride Anlage
Fahrradabstellanlage
Taktiles Blindenleitsystem (Rillenplatten am Boden, tastbare Handlaufinformation)
Revitalisierung des denkmalgeschützten Bahnhofgebäudes
Gestaltung und Attraktivierung des Bahnhofvorplatzes
2.000 Meter neue Gleise / 3.300 Stück neue Bahnschwellen / 4 neue Weichen
Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik / Erneuerung der Fahrleitung / Erneuerung der Kundeninformationstechnik
Anpassung aller erforderlicher Kabelwege
2 neue Randbahnsteige mit 245 und 275 Meter Länge
Erneuerung der beiden Eisenbahnkreuzungen – Reiterspitzstraße und Andreas-Hofer-Str.
Neue Verkehrsführung durch den Ausbau des Riehlweges und der Verkehrsberuhigung im Vorplatzbereich

Optimale Verknüpfung aller Verkehrsträger

Der neue Bahnhof Seefeld bietet allen ÖBB-Kunden perfekte Möglichkeiten, ihre Bahnreise mit anderen Verkehrsträgern zu kombinieren. Barrierefreiheit, kurze, witterungsgeschützte Wegstrecken und der neue Busterminal mit Platz für fünf Busse direkt neben dem Bahnsteig 1 machen die Verknüpfung zwischen Bus und Bahn besonders angenehm. Für die Kombination zwischen Schiene und Straße stehen für Radfahrer 40 neue Abstellflächen zur Verfügung. Die erweiterte P+R-Anlage bietet 38 Fahrzeugen Platz, davon 4 für Personen mit eingeschränkter Mobilität und in Zukunft 2 für Elektro-Fahrzeuge.

Denkmalschutz und Umbau unter laufendem Betrieb

Eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiter der beauftragten Firmen und die ÖBB-Ingenieure war der Umbau während des laufenden Bahnbetriebs. Trotz des Einsatzes von schweren Baugeräten, dem Neubau der Gleise, Bahnschwellen und Weichen sowie einer neuen Unterführung sind die Züge tagtäglich weitgehend pünktlich angekommen und abgefahren. Für das Verständnis der Anrainer und der Bahnkunden bedanken sich die ÖBB nochmals ausdrücklich. Zudem mussten die ÖBB beim Umbau auch auf den Schutz des bestehenden Bahnhofsgebäudes achten: Die Bausubstanz steht unter Denkmalschutz. Veränderungen waren nur nach Vorgabe des Bundesdenkmalamtes möglich. Durch behutsame Eingriffe wurden die Innenräume den neuen Gegebenheiten angepasst und zeitgemäß gestaltet.

Zahlen, Daten, Fakten

Baubeginn: März 2017
Fertigstellung: November 2018
Gesamtinvestition: 22,8 Millionen Euro
Vertragspartner: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), Land Tirol, ÖBB-Infrastruktur AG und Gemeinde Seefeld
Zugfrequenz: über 50 Zughalte (S-Bahn und REX) in Seefeld pro Werktag
Wochenende: direkte ICE-Verbindung Seefeld – Hamburg bzw. Dortmund; Seefeld in Tirol ist mit fast 1.200 Meter Seehöhe die höchstgelegene ICE-Haltestelle Europas
Reisendenfrequenz: 2.000 Ein- und Aussteiger pro Werktag
Busfrequenz: 5 Buslinien (Mösern, Leutasch, Mittenwald, Dorfbus, Skibus)

(Quelle: ÖBB / www.oebb.at)

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