Tiroler Volksschauspiele 2026
"Ein Theater komplett neu aufgebaut!"
- Technischer Leiter Tobias Hartung steht im geöffneten Wohnhaus, das für „Feuernacht“ zur außergewöhnlichen Theaterkulisse wird. Durch die offene Fassade fällt der Blick auf die Zuschauertribüne, über der gerade das Dach per Kran eingehoben wird – ein eindrucksvoller Moment beim Aufbau der diesjährigen Spielstätte der Tiroler Volksschauspiele.
- Foto: Georg Larcher
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Noch bevor sich der Vorhang für „Feuernacht“ hebt, laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ein Lokalaugenschein zeigt, wie viel Präzision, Kreativität und Teamarbeit nötig sind, bis aus einer Baustelle große Theaterkunst wird.
TELFS. Metall klirrt, Anweisungen werden gerufen, irgendwo hämmert es. Wo die nächsten Wochen insgesamt fast 18.000 Besucher gespannt die „Feuernacht“ bei den Tiroler Volksschauspielen erleben, herrschte beim Lokalaugenschein vorigen Donnerstag noch Baustellenbetrieb.
Den Überblick behält Tobias Hartung von Hartungen. Der technische Leiter koordiniert die Arbeiten, spricht mit Behörden, Gewerken und Handwerkern. Während ringsum Arbeiter Leitungen verlegen, Traversen montieren und das Tribünen-Dach seinen Platz findet, erklärt er beinahe beiläufig, was hinter dem Projekt steckt: „Wir bauen hier im Grunde ein komplettes Theater – und zwar von null weg.“ Denn das Gebäude war ursprünglich Wohnort für viele Telfer Bürgerinnen und weicht nach den 21 Aufführungen ab August 2026 dem Neubau der "Neuen Heimat Tirol". Es ist das letzte Haus, das die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft dankenswerterweise für die Volksschauspiele stehen hat lassen. Bereits beim Stück „Verkaufte Heimat – Das Gedächtnis der Häuser“ von Felix Mitterer bei den Volksschauspielen 2019 war klar, dass es eine Fortsetzung an diesem Ort geben soll.
Bericht von damals:
- Firma Liebherr steuerte einen Kranteil als Brücke bei.
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Ruine bühnenreif gemacht
Die dem Abbruch geweihten Gebäude bilden die Kulisse für Mitterers neues Stück "Feuernacht", die erst wieder durch provisorische Wasser- und Stromleitungen zum Leben erweckt werden musste, die Versorgung für WCs und Umkleide- bzw. Schminkräume etc. Strenge Auflagen wie Statik und Fluchtwege stellten die Verantwortlichen vor Herausforderungen.
- Raum für die Maske hinter den Kulissen.
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„Die Zusammenarbeit mit der Neuen Heimat war sehr gut. Ohne sie wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen“, betont Hartung. Das Haus musste neu vermessen werden, weil keine Pläne mehr existierten. Nach den Vorlagen von Architekt Raphael Hanny wurden Teile der Fassade geöffnet, Wände unterfangen – alles in enger Abstimmung mit den Behörden. Rund 20 Kubikmeter Material wurden bewegt, um eine ebene Fläche für die Tribüne zu schaffen, die nachträglich auf die maximale Kapazität von über 850 Plätze erweitert wurde.
- Vom WC bis zur Umkleide: Darsteller nutzen viele Räume im Haus.
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Die Nachfrage nach Tickets war enorm. Und: Blitzableiter etc. machen die Tribüne für die Zuschauer sicher, so Hartung: "Wenn ein Unwetter naht – da sind wir übrigens mit dem Wetterdienst am Flughafen Innsbruck im ständigen Kontakt – bitten wir die Leute sitzen zu bleiben, nur die Schauspieler müssen sich in Sicherheit bringen."
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Wieder ein neues Theater
So ist erneut ein besonderer Theaterort entstanden, für den die Tiroler Volksschauspiele weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. „Hier arbeiten unglaublich viele Gewerke gleichzeitig. Da braucht es viel Abstimmung.“ Für das richtige Licht wurden voriger Woche Nachtschichten eingelegt, auch der Ton muss passen, unzählige Male erfolgen Einstellungen, bis alles sitzt. Das Ensemble bereitet sich ebenso seit Wochen auf die Aufführungen vor. Den Bericht dazu lesen Sie hier:
Tipps für Besucher der "Feuernacht":
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