Geld für dringende Aufgaben in Zirl

Die Lärmschutz-Mauer könnte ein Fall für Mexiko werden - wie Cartoonist Roman aus dem USA-Plan ableitet.
  • Die Lärmschutz-Mauer könnte ein Fall für Mexiko werden - wie Cartoonist Roman aus dem USA-Plan ableitet.
  • Foto: Cartoon: Roman Ritscher
  • hochgeladen von Georg Larcher

ZIRL. In einer Gemeindeversammlung zum Thema Lärmschutz (BB hat berichtet), informierte Bgm. Thomas Öfner im 2. Teil die Zirler Bevölkerung über die finanzielle Lage der Marktgemeinde und wagte einen Blick in die Zukunft. Die wird im Ort im Zeichen des Sparens sein - und die Bearbeitung von den notwendigsten Vorhaben. Eine Verbesserung der Lärmschutzwand würde das Land Tirol zwar unterstützen, hat sogar eine Zusage über die Finanzierung der Hälfte der geschätzen Baukosten von 1 Mio. Euro, aber Bgm. Öfner machte klar, dass Zirl die andere Hälfte kaum stemmen könne. "Als er das Bürgermeisteramt übernommen habe, hätte er auch lieber einen vollen Geldsack übernommen, meint der Ortschef - dafür aber erbte er eine Gemeinde, die kaum freie Mittel zur Verfügung habe.

Hohe Fixausgaben

Auf der Ausgabenseite im Jahr 2016 standen insgesamt 22.628.548 Euro, davon sind mit 16.766.000 Euro der Großteil Fixkosten (=74,09%), das sind hauptsächlich Personalkosten, Verwaltungs- und Betriebsaufwand, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter, Transferzahlungen etc..
1.397.272 Euro wurden für die Schuldentilgung (6,17%) aufgewendet. "Die Fixkosten und Schuldentilgung machen also 80% der Gesamtausgaben und fast 90% der Ausgaben des ordentlichen Haushalts aus. Bei diesen Ausgaben gibt es für die Gemeinde keinen Spielraum, da können wir nichts tun", machte Öfner klar. Die Fixkosten werden gedeckt durch laufende Einnahmen wie Steuern, Abgabenertragsanteile, Erschließungsbeiträge, Gebühren, Erlöse etc.

Wenig frei verfügbare Mittel

808.224 Euro stehen als frei verfügbare Mittel zur Verfügung. "Zirl kann sich keine neue Investitionen mehr leisten", so Öfner. Im Vordergrund stehen künftig Infrastrukturmaßnahmen, darunter auch Barrierefrei-Baumaßnahmen, Kinderbetreuung, Wasserversorgung, ebenso wurde ein Beitrag zur Kirchenrenovierung beschlossen (1,2 Mio. Euro). Schulareal und Zentrumsentwicklung sind die großen Herausforderungen der Zukunft, ebenso die Weiterentwicklung der neuen Gewerbegebiete Salzstraße und "Zirler Wiesen", nur über neue Betriebe dort lukriert die Gemeinde langfristig wieder frisches Geld, hofft Öfner.

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