Pfarrerwechsel mit Wehmut

„Ein Haus der Wahnsinnigen“,…

Das wünschte sich Pfarrer Dr. Gabriel Thomalla bei seinem Abschiedsgottesdienst am 14.8.2019. In seiner etwa 15minütigen Predigt pointierte er diplomatisch wie die Kirche von uns Christen am besten sein sollte. Bereitschaft zu Außergewöhnlichem und einem gewissen Wahnsinn, mit denen wir gemeinsam als Pfarrgemeinde Begeisterung und Christlichkeit schaffen.

Es war eine hervorragende Predigt, in der nur zaghaft erahnt werden konnte, welch Situation sich Pfarrer Gabriel in Zirl gegenübersah.

Einer Gemeinde, die bereits vor seinem Antritt als Pfarrer eifrig Unterschiften gegen ihn sammelte, die geprägt war, von einem Vorgänger, der sich mit einem überdimensionalen Bau ein Denkmal setzte und so manchem Mitglied, dem jegliche Christlichkeit abhandengekommen scheint...

Wie kann es sein, dass ehe sich jemand überhaupt präsentiert hat, bereits Stimmung gegen ihm gemacht wird? Wie kann es sein, dass Treffen in zirler Lokalen abgehalten werden, bei denen Pläne geschmiedet werden, wie man den beliebten Pfarrer wieder loswerden kann? Wie kann es sein, dass man an den Arbeitgeber des Pfarrers ein diffamierendes Schreiben nach dem anderen sendet und all das ohne jegliche Reue, ohne jegliche Gewissensbisse, ohne jegliche christliche Grundhaltung, aber sehr wohl im Wissen einzig eine Schmutzkübelkampagne zu fahren?

Wenn ich daran denke, dass es mitunter dieselben Menschen sind, die im Gottesdienst in den Kirchenbänken sitzen und gleichzeitig außerhalb der Kirche wahrhaft teuflisch agieren, dann bekommt das Hause der Wahnsinnigen für mich eine völlig andere Bedeutung, als Pfarrer Gabriel damit meinte.

Man muss wahrhaft wahnsinnig sein, wenn man einen Menschen derart mies behandelt, wie oben beschrieben. Man muss ebenso viel Unmenschlichkeit und Boshaftigkeit in sich tragen, um zu versuchen jemanden bereites vor seinem Amtsantritt wegzuekeln.

Dass auch die Diözese empfänglich für Wahnsinn ist, das schockiert mich überaus, auch weil offensichtlich verabsäumt wurde, die Anschuldigungen einer Handvoll Menschen nicht näher zu hinterfragen. Zirl hat über 8000 Einwohner und ein paar sehr, sehr wenige davon erreichen eine Versetzung eines beliebten, fortschrittlichen und überaus menschlichen Pfarrers.

Wo wird das enden und wie lange wird der neue Pfarrer ein angenehmes Leben in Zirl haben? Werden die selben Mächte auch diesen Pfarrer weggrausen? Wird endlich ein Wandel stattfinden und diese Personen verstummen? Ich glaube es nicht, denn vom Haus der Wahnsinnigen, in dem mit Begeisterung und Engagement im Sinne Jesu gelebt wird, scheint Zirl mit der Behandlung und dem daraus resultierenden Wegzug von Pfarrer Gabriel weiter entfernt, denn je.

Autor:

Monika Nyenstad aus Telfs

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