Tiroler Adler Runde fordert Ende des Luft-100ers

Das neue Präsidium der Tiroler Adler Runde: Peter A. Grüner, Anton Pletzer, Ingeborg Freudenthaler, Klaus Mark und Fritz Unterberger (v.l.n.r.).
  • Das neue Präsidium der Tiroler Adler Runde: Peter A. Grüner, Anton Pletzer, Ingeborg Freudenthaler, Klaus Mark und Fritz Unterberger (v.l.n.r.).
  • Foto: Tiroler Adler Runde
  • hochgeladen von Tugba Sababoglu

TIROL. Die Tiroler Adler Runde, eine unabhängige Plattform 42 heimischer Unternehmer, fordert die Aufhebung des Tempolimits von 100 km/h auf der A12. „Die permanente Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h gemäß Immissionsschutzgesetz für Luft (IG-L) war ein Kniefall vor der EU, damit Tirol das Sektorale Fahrverbot einführen kann“, hebt KR Anton Pletzer, Präsident der Tiroler Adler Runde, hervor. Da das Sektorale Fahrverbot nicht wie geplant implementiert wurde, verlangt das neue Präsidium der Tiroler Adler Runde nun von der Regierung das Ende des Luft-100ers. „Die Landesregierung hätte mehrmals zugesagt, den „Luft-100er“ wieder aufzuheben, sollte sich die EU weiterhin gegen das Sektorale Fahrverbot auflehnen. Nun ist es Zeit, die Versprechen auch einzuhalten“, betonen die Vertreterinnen und Vertreter der überparteilichen Vereinigung.

Effizientere Lösungsansätze für bessere Luftqualität

Studien zufolge würde mit dem Tempolimit keine Besserung der Luftqualität erzielt werden. Dies wird in einer vom ÖAMTC veröffentlichten Studie wie folgt beschrieben: „Verkehrsorganisatorische Maßnahmen, wie weiter reduzierte Tempolimits, können bei Aufrechterhaltung der Transportleistung den Schadstoffausstoß kaum beeinflussen. Bezogen auf die gesamte Schadstoffbelastung reduziert Tempo 80 bzw. 100 km/h die Stickstoffoxid-Emissionen um bestenfalls zwei Prozent.“ Daher sieht die Tiroler Adler Runde anderorts Potentiale, um die Luftqualität in Tirol zu verbessern. Die Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene, die Forcierung von nachhaltigeren Heizsystemen und eine neue Verschrottungsprämie für Alt-PKW sind den Mitgliedern der Runde zufolge einige effizientere Lösungsansätze für das Schadstoffproblem.

Alternative Geschwindigkeitsbeschränkung soll Bevölkerung entlasten

Zu Stoßzeiten mit extremen Verkehrsaufkommen könne das Tempolimit weiterhin mittels Überkopfwegweisern auf 100 km/h beschränkt werden, da im Kolonnenverkehr ohnehin kein schnelleres Fahren möglich ist. Allerdings sollte lauf Tiroler Adler Runde diese Beschränkung nicht nach dem Immissionsgesetz für Luft erfolgen, das bei Übertretung wesentlich höhere Geldstrafen vorsieht, als die Straßenverkehrsordnung (StVO). Somit sollen Bevölkerung und Wirtschaft entlastet werden.

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