Lehre am zweiten Bildungsweg mit Mitte 30
Angela Kranavetvogl – dreifache Mutter absolviert eine Lehre in der Zerspanungstechnik bei Bosch

Angela Kranavetvogl mit dem Bosch-Lehrlingsausbildungsleiter Johann Fuchs.
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  • Angela Kranavetvogl mit dem Bosch-Lehrlingsausbildungsleiter Johann Fuchs.
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Angela Kranavetvogl ist von Rumänien zu uns gezogen und fand in dem von ihr studierten Bereich keinen Job mehr. Sie entschied sich für eine Lehre und ist mir ihrer Berufswahl bis heute sehr zufrieden.

Studieren oder Lehre absolvieren – Angela macht beides

HALLEIN. Der Liebe wegen ist Angela Kranavetvogl vor acht Jahren von Rumänien nach Deutschland gekommen. In ihrem Heimatland hat sie Betriebswirtschaftslehre (BWL) studiert und war im Büro einer Konstruktionsfirma tätig. Doch weder in Deutschland noch in Österreich wurde ihr Studium anerkannt und die gebürtige Rumänin fand daher keine Arbeit mehr. Enttäuscht machte sich Angela auf die Suche nach Alternativen. Dass sie jetzt in der Zerspanungstechnik bei Bosch Fuß gefasst hat, ist kein Zufall. "Mein Vater war auch Zerspanungstechniker. Er war für mich ein Vorbild", erzählt die 36-jährige Auszubildende. Anfangs sei sie zwar skeptisch gewesen, gib sie zu, doch nun merke sie, dass diese Lehre genau die richtige für sie ist.

Rollentausch in der Familie

Während Angela mit Universaldrehmaschinen und konventionellen Fräsmaschienen in Millimeterarbeit Bauteile fertigt, kümmert sich ihr Mann um die drei gemeinsamen Kinder. "Trotz Neueinstieg und Mehrfachbelastung durch die Familie zeigt Angela wirklich Top-Leistungen. Sie arbeitet stets fokussiert und ist motiviert, sich in ihrem anspruchsvollen Beruf zu beweisen", lobt sie Bosch-Ausbildungsleiter Johann Fuchs.

Insgesamt 48 Lehrlinge bildet das internationale Unternehmen am Firmenstandort Hallein aus, neun davon sind Frauen. Zerspanungstechniker gilt bei vielen als typischer Männerberuf, Angela stört das nicht: "Hier ist jeder gleich. Wichtig ist, dass man seinen Beruf gut ausüben kann und sich gegenseitig hilft, wenn man Schwierigkeiten hat." Konkrete Zukunftspläne hat die gebürtige Rumänin noch keine. Sie möchte die Lehrabschlussprüfung erfolgreich abschließen und bei Bosch bleiben. Aber sie sei für alle Herausforderungen offen, erzählt Angela. 

So sieht die Lehre bei Bosch aus

"Bevor man als Lehrling im Unternehmen beginnt, kommt man zwei Tage schnuppern", erklärt Lehrlingsausbildungsleiter Johann Fuchs. Das hat den Vorteil, dass beide Parteien so besser einschätzen können, ob die Ausbildungswahl passt. Im Zuge der Lehrlingsausbildung gibt es dann unterschiedliche Projekte, wie etwa den Businessrun, Mini Salzburg etc., wo sich Lehrlinge beteiligen und so über den Beruf hinaus auch andere Dinge erleben können. Einmal pro Woche machen alle gemeinsam eine Sporteinheit – das stärkt nicht nur den internen Zusammenhalt, sondern fördert auch die Gesundheit. Wer danach hungrig wird: Das Mittagessen ist für Lehrlinge bei Bosch kostenlos. Außerdem gibt es für jeden die gratis "Super Scoolcard" und Prämien bei guten Leistungen in der Schule. Später können Lehrlinge auch an den verschiedenen Bosch-Standorten Auslandserfahrung sammeln.

"Wir wollen mit diversen Sonderleistungen die Lehre aufwerten und so eine abwechslungsreiche Lehrzeit anbieten." Lehrlingsausbildungsleiter Johann Fuchs

Angela Kranavetvogl mit dem Bosch-Lehrlingsausbildungsleiter Johann Fuchs.
Angela Kranavetvogel bei der Arbeit, Lehrlingsausbildner Daniel Heilinger hat alles im Blick.
Autor:

Karina Langwieder aus Tennengau

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