Ein offenes Ohr für die Jugend

Iris Brandstetter und Julia Kern sind, gemeinsam mit Markus Brunnauer, die Halleiner Streetworker. Sie freuen sich immer über neue Kontakte zu Jugendlichen.
  • Iris Brandstetter und Julia Kern sind, gemeinsam mit Markus Brunnauer, die Halleiner Streetworker. Sie freuen sich immer über neue Kontakte zu Jugendlichen.
  • hochgeladen von Theresa Kaserer

Drei Streetworker versehen derzeit in Hallein ihren Dienst. Die Sozialarbeiter geben Jugendlichen Hilfestellung in verschiedensten Problemsituationen, sie stehen ihnen beratend zur Seite oder plaudern - je nach Wunsch - ganz zwanglos mit ihnen. Die Streetworker werden von den Halbwüchsigen gerne kontaktiert.

HALLEIN (tres). Iris Brandstetter, Julia Kern und Markus Brunnauer sitzen eher selten im Streetwork-Büro in der Ritter-von-Schwarz-Straße in Hallein. Meist sind sie - wie der Name schon sagt - auf der Straße unterwegs, besuchen Treffpunkte, wo sich Halleins Jugend gerne aufhält, abends sieht man sie oft in Lokalen, wo sie ebenfalls den Kontakt zu Jugendlichen suchen.

„Natürlich stellen wir uns nicht einfach so zu Gruppen hin, die uns nicht kennen und tun recht neugierig“, sagt Julia Kern: „Aber oft kennen wir die Jugendlichen ohnehin - wir kennen extrem viele - und die meisten schreien ja schon von weitem, wenn sie uns sehen „He, Streetworker!“ und freuen sich. Aber wenn wir welche sehen, die nur kurz „Hallo!“ sagen und uns den Rücken zudrehen, dann wissen wir: Heute sind wir beim Gespräch unerwünscht. Und das respektieren wir natürlich. Wir drängen uns nie auf.“ Im Winter gehen die Streetworker gern „bewaffnet“ mit einer Thermoskanne mit heißem Tee durch Hallein: „Den schenken wir an Jugendliche aus - so lernt man sich auch kennen.“

Anonymität und Vertraulichkeit ist oberstes Prinzip!
„Oft kristallisiert sich aus einem vorerst eher belanglosen Gespräch ein Problem heraus, das jemand hat. Dann versuchen wir, ihm gleich zu helfen, oder - wenn es doch etwas Zeitaufwändigeres ist - wir laden ihn zur Beratung in unser Streetwork-Büro ein“, schildert Iris Brandstetter weiter. Alles, was die Jugendlichen den Sozialarbeitern anvertrauen, bleibt anonym und wird streng vertraulich behandelt. Absolute Verschwiegenheit, so lautet das Motto von Streetwork. Zu Eltern oder sonst wem wird nur dann Kontakt aufgenommen, wenn der Jugendliche das will.

Die Probleme der Teens sind unterschiedlichst: Schule, Job, Geld, Gewalt, Beziehungen, Sexualität, Gesundheit ... Es ist ein breit gefächertes Spektrum. Viele haben Probleme mit ihrer Ausbildung, es gibt einige Schulabbrecher oder -verweigerer und erfolglose Lehrstellensuchende.

Die Sozialarbeiter helfen, wo es geht. Oft fällt es Jugendlichen leichter mit ihnen, anstatt mit den Eltern über bestimmte Probleme zu sprechen. Auch die Begleitung zu Behörden übernehmen die Streetworker - egal ob zum AMS oder zur Polizei. Drogen sind ebenfalls ein Thema. „Es gibt immer wieder Jugendliche, die Drogen nehmen, meistens Cannabis“, bejaht Brandstetter: „Wir reden dann mit ihnen darüber, sagen ihnen, dass es nicht gut für sie ist. Dabei gilt: Je offener man mit ihnen darüber redet, desto besser.“

Beratung, Spiel und Spaß
Aber nicht nur Beratung steht bei Streetwork Hallein im Vordergrund, das Büro ist auch so etwas wie ein Jugendzentrum, in dem man gemeinsam „abhängen“, zusammen Spaß haben, Tischfußball spielen kann, auch einen Boxsack gibt es dort und gemütliche Sofas. „Wir sind für alle Halleiner Jugendlichen da. Zu uns kann jeder kommen“, erklärt Julia Kern.

Der Trägerverein von Streetwork Hallein ist die Caritas Salzburg, Subventionsgeber sind das Land Salzburg und die Stadt Hallein.

Interesse? Hier ist der Kontakt!
Wer Interesse hat, kann jederzeit gern zu den Öffnungszeiten im Streetwork Hallein vorbei schauen: Ritter-von-Schwarz-Straße 8, Hallein, Tel. 0676/848210-385; Öffnungszeiten: Mo: 18.00 - 20.00 Uhr und Do: 16.00 - 18.00 Uhr; Beratungszeit: Mi: 14.00 - 16.00 Uhr.

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