Demonstration der Sportler
Kuchler Mountainbiker wollen am richtigen MTB-Weg bleiben

Nesslangeralm mit Fahrverbotstafel.
  • Nesslangeralm mit Fahrverbotstafel.
  • Foto: David Schäffler
  • hochgeladen von Karina Langwieder

Die Kuchler Sportler wollen sich ihre Mountainbike-Strecke nicht nehmen lassen. Deshalb setzen sie jetzt mit einer Demonstration ein Zeichen.

TENNENGAU, KUCHL. Bereits das zweite Jahr in Folge wird den Sportlern der Zugang zur einzigen Mountainbike-Route (MTB) in Kuchl gesperrt. Die Demonstration der Mountainbiker für die gesetzliche Freigabe der Strecke findet am 6. Juni um 18 Uhr bei der Auffahrt zur Nesslangeralm im Ortsteil Weißenbach statt. Laut Walter Aigner aus Kuchl haben sich bereits mehr als 300 Demonstranten angemeldet.

Genosschenschaftsmitglieder stellen sich quer

Ein paar der über 20 Mitglieder der Genossenschaft des Forstaufschließungsweges Wengerwald sind sich aufgrund eines internen Interessenskonfliktes gegen die Freigabe der Radstrecke. Sie blockieren daher die Auffahrt zur in der Region äußerst beliebten Nesslangeralm. Damit sind auch die offiziellen MTB-Routen auf dem angrenzenden Bundesforstgebiet von Kuchl aus unmöglich zu erreichen. Es könnte sogar ein Teil der Strecke aufgelassen werden. Das MTB-Wegenetz Dürrnberg umfasst Ziele wie die Truckentannalm oder das Zinkenstüberl. Somit bleiben für die Kuchler Mountainbiker nur noch öffentliche, asphaltierte Strassen, die als MTB-Strecken östlich des Gemeindegebietes ausgewiesen sind.

MTB: auf asphaltierte Straßen verwiesen

David Schäffler, Mountainbike-Guide aus Kuchl: „ Am Beispiel Wengerwald sieht man sehr deutlich, dass die von der Landwirtschaftskammer und Regierung so oft beschworene Vertragliche Lösung nicht funktioniert. Dennoch wirbt Österreich international als „Bikeland“ und mit dem Slogan „You like it? Bike it!“. Das passt alles nicht zusammen. Nur eine Änderung des Forstgesetzes für eine Wegefreiheit für Mountainbiker kann solche, für Österreich typischen Konflikte entschärfen. Ansonsten können wir nur weiter größtenteils auf ganz normalen Straßen fahren, die kurioser Weise als MTB-Routen geführt werden. Da frage ich mich, weshalb diese nicht gleich beispielsweise auch als LKW-Route ausgewiesen werden!“

Die Zahl der Mountainbiker ist groß

Es gibt einen dringenden Bedarf für eine bessere Lösung. Das zeigt vor allem die Statistik des Österreichischen Alpenvereins, der unter seinen 573.000 Mitgliedern 38 Prozent aktive Mountainbiker hat.

Bei der Demo wird geschoben

Bei der Trutzpartie am Donnerstag handelt es sich um eine Demo, bei der Mountainbiker ihre Fahrräder schieben, also das machen, was tatsächlich in Österreich laut Forstgesetz erlaubt ist.

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