„Sicher nicht am Adneter Riedl!“

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„Sicher nicht am Adneter Riedl!“

Halleiner Bürgerinitiative fordert: kein Trassenverlauf der 380 kV-Salzburgleitung am Adneter Riedl

Eine Liste mit 1.128 Unterschriften von Gegnern der 380 kV-Salzburgleitung übergab nun eine unabhängige Bürgerinitiative namens „Kein Trassenverlauf der 380-kV-Salzburgleitung am Adneter Riedl“ an Bgm. LAbg. Christian Stöckl mit der Bitte um Unterstützung - und fand Gehör. Auch das Stadtoberhaupt will nämlich am Riedlkamm keine Strommasten.

HALLEIN (tres). Johann Peter Kopp, Sprecher der Bürgerinitiative, erklärt, warum die so genannte „2008er“-Trasse boykottiert wird: „Der Hang ist relativ stark besiedelt und Abstände von 200 und 400 Metern zu den umliegenden Wohnobjekten, die im Salzburger Landeselektrizitätsgesetz (LEG) vorgesehen sind, können nicht eingehalten werden. Daher sind Gesundheitsrisiken zu befürchten.“ Die Abstände würden teilweise nicht einmal 100 Meter betragen.

Sorge um Naherholungsgebiet
Nebenbei sei der Riedl ein gerne besuchtes Naherholungsgebiet: „Die 380 kV-Leitung würde von weitem deutlich sichtbar über dem Riedl verlaufen und das Naherholungsgebiet auf Dauer zerstören.“ Zum Bau der Leitung würde nämlich eine breite Schneise in den Wald geschlagen werden, die auch nach dem Bau freigehalten werden müsse. Kopp meint weiter: „Es soll ja auch die Tauerngasleitung über den Riedl führen, ein weiterer schwerwiegender Eingriff in unseren Lebensraum.“

Weniger Objekte von der Adamowitsch-Trasse betroffen
Die „2008er“ Trasse führt über Puch (Vollererhof) weiter nach Oberalm (Hammer) über den Adneter Riedl an Adnet-Waidach vorbei nach Bad Vigaun. Die Bürgerinitiative favorisiert die Adamowitsch-Trasse, die von Hof kommend am Wiestalstausee über den Wim- und Spumberg nach Adnet-Waidach und weiter nach Bad Vigaun führt. Laut Bürgerinitiative sind von der „2008er“-Trasse 246 Wohnobjekte im Bereich betroffen, von der Adamovich-Trasse lediglich sechs. „Soweit wir ermitteln konnten, ist die Adamowitsch-Trasse um ca. 1,3 Kilometer kürzer als die „2008er“. Unserer Einschätzung nach wäre das eine Kostenersparnis von rund 2,5 Millionen Euro“, meint Kopp.

Die Bürgerinitiative hat sich auch eigens eine Alternativverbindung überlegt, sollte die Adamowitsch-Trasse über Hof (hier regt sich ja heftiger Widerstand) nicht möglich sein: Südlich vom Schwarzerberg soll dann die „2008er“-Trasse das Wiestal queren und die Leitung nach Adnet fortsetzen (laut Adamowitsch-Plan). Der 380 kV-Projektleitung der Verbund Austrian Power Grid AG wurde dieser Vorschlag bereits unterbreitet, bis dato ohne Antwort.

Bgm. Stöckl weist Adnet zurecht
Bgm. Stöckl findet diesen Vorschlag zumindest gut, wird dabei Hallein doch gänzlich von Strommasten verschont: „Auch ich möchte keine Leitung am Riedlkamm, immerhin würden dann 70 Meter hohe Masten den Wald überspannen. Wenn die Trasse über den Riedl führt, dann müssen die Masten zumindest so weit in Richtung Adnet hinunter, dass man sie von Hallein aus nicht sieht.“ Doch das dürfte den Adnetern ein Dorn im Auge sein.

Der Halleiner Bürgermeister findet aber: „Wenn die 380 kV-Leitung kommt, wird die 220 kV-Leitung - die Großteils über Adneter Gemeindegebiet führt - ja abgebaut. Es kann nicht sein, dass in Adnet also die 220 kV-Masten verschwinden und die 380 kV-Leitung aber nach Hallein kommt.“ Adnet müsse daher, so Stöckl, schon auch einen Teil der 380 kV-Leitung tragen und könne sich nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken.

Adnet will kein „Rüberrücken“
Adnets Bgm. Wolfgang Auer meint dazu: „Ein Rüberrücken auf unsere Seite wollen wir sicher nicht. Wenn, dann soll die Leitung so hin, dass sie von Adneter Seite aus unsichtbar ist, also auf die Halleiner Seite rücken.“ Seit 50 Jahren müssten die Adneter nun schon mit einer Stromleitung, der 220 kV-Trasse, leben, nun hätten sie gern einmal ein wenig Entlas tung, meint Auer.

Autor:

Bezirksblatt Tennengau aus Tennengau

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