Starke Leistungen der Österreicher beim ersten Olympic Test Event in Tokio

Viktoria Wolffhardt in Tokio.

Die Tullnerin Viktoria Wolffhardt belegte heute beim ersten von zwei „Olympic Test Events“ in Tokio im Kajak-Einer (K1) den fünften Platz.

TOKIO / TULLN (pa). Nach einer verzögerten Anreise wegen des Taifuns und einigen wenigen Trainingstagen auf der Olympiastrecke, fand dieses Wochenende der erste von zwei Testwettkämpfen im „Kasai Canoe Slalom Center“ statt. Auf der ersten künstlichen Wildwasserstrecke in Japan werden bei den Olympischen Spielen 2020 an sechs Wettkampftagen vier Medaillenentscheidungen im Kajak-Einer (K1) und Canadier-Einer (C1), jeweils der Damen und Herren, ausgetragen.

Kniffliger Slalom

Bereits das erste Rennwochenende verlief für die Olympia-Mannschaft des Österreichischen Kanuverbandes (OKV) sehr positiv. Im K1 der Damen landete Viktoria Wolffhardt mit 2 Strafsekunden und einem Gesamtrückstand von + 4,12 Sekunden auf Rang 5. „Es ist schon jetzt eine super Atmosphäre hier und eine tolle Kulisse. Die Strecke ist knifflig und lässt viele Optionen zu“, so die Niederösterreicherin zufrieden. Den Sieg holte sich die Britin Mallory Franklin vor Landsfrau Kimberly Woods und Ricarda Funk aus Deutschland.

Gute Strecken

Bei den Herren platzierte sich Felix Oschmautz auf Rang 6. Inklusive 4 Strafsekunden für 2 Torberührungen hatte der Kärntner im Ziel einen Rückstand von + 4,81 Sekunden auf den Sieger aus den USA, Michal Smolen. "Ich finde die Strecke eigentlich sehr gut. Das Wildwasser ist eher leicht, deswegen wird es umso wichtiger sein, fehlerfrei zu bleiben und kurze Linien zu fahren", schildert Oschmautz seine ersten Eindrücke. Platz 2 ging an den Italiener Giovanni De Gennaro vor Hannes Aigner aus Deutschland.

Hohe Motivation

Mit den Ergebnissen zufrieden zeigte sich auch Cheftrainer Helmut Oblinger: „Wir haben eine junge, motivierte Truppe und haben jetzt 10 Monate Zeit uns auf die Olympischen Spiele vorzubereiten. Es scheint so, als würden wir mit der Strecke ganz gut zurechtkommen und wissen nach den ersten Testtagen genau woran wir arbeiten müssen.“
WM-Bronzemedaillen-Gewinnerin im C1, Nadine Weratschnig, konnte aufgrund eines entzündeten Zahnes erst verspätet nach Tokio anreisen, wird ab Montag ins Training einsteigen und am kommenden Wochenende gemeinsam mit Wolffhardt und Oschmautz den zweiten Olympic Test Event bestreiten.

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