30.11.2016, 00:00 Uhr

Von Tansania nach Tulln

Biologin Trognitz näht Taschen für den guten Zweck und bietet sie auf dem Marktstand "Laufend helfen" an. (Foto: Zeiler)

Stoffe aus Afrika werden von Biologin Friederike Trognitz zu Taschen und diese für caritative Zwecke zur Verfügung gestellt.

TULLN. Friederike Trognitz ist Biologin beim Austrian Institute of Technology in Tulln, lebt am Wochenende in der Nähe von Eisenstadt und wochentags in Tulln. Auch wenn die Arbeit anstrengend ist, ihren Ausgleich schafft sie sich durch Sport: Laufen und Fitnessstudio stehen dann am Programm.

Den "Nähwahn entdeckt"

Doch das ist nicht alles: "Immer mehr meiner Freundinnen begannen zu nähen, so habe ich das Internet nach Anleitungen und Ideen durchstöbert und festgestellt: Das kann ich auch und habe so den Nähwahn entdeckt", erzählt die 54-Jährige, "das macht Spaß und ist ein schöner Ausgleich zu meiner Arbeit", fügt sie hinzu. Auf die bunten Taschen in jeder Größe sind die Bezirksblätter aufmerksam geworden, da diese auch auf dem Marktstand von "Laufend helfen" auf dem Tullner Hauptplatz präsentiert wurden. Die Stoffe hat Trognitz von ihrer Tochter bekommen, die sie aus Tansania (Afrika) mitgenommen hat. "Die muss ich verwenden", stand für die Biologin sofort fest, für die Kleidung seien sie nicht geeignet, für Taschen jedoch schon.

Farbmix fasziniert

Die Zeit nimmt sich die dreifache Mutter gern, "die Kinder sind aus dem Haus, ich habe Zeit dafür", stellt sie ihre Produkte gerne für karitative Zwecke zur Verfügung.
Die Faszination der Taschen liegt neben den Stoffen auch beim unterschiedlichen Mix: Welcher Reißverschluss passt dazu, welcher Stoff kann noch verwendet werden, welche Farben harmonieren? "Beim Nähen wird immer verkehrt rum gearbeitet, wenn du dann alles umdrehst, dann ist die Überraschung immer groß", lacht Trognitz.

Hochbetrieb für Adventware

In ihrem Hauptberuf beschäftigt sich die Biologin mit Bioherbiziden, wo sie Berichte erstellt und auch publiziert. Bakterien, die im Boden liegen, können teilweise das Wachstum von Pflanzen schädigen, sie will mit entsprechend entwickelten Produkten dagegen wirken.
Doch damit beschäftigt sich die Tullnerin nicht, wenn sie ihre Taschen näht. Vor allem jetzt, wo auch Hochbetrieb auf den Adventmärkten ist, wo sie nicht nur ihre Taschen, sondern auch Seifen und Kerzen für karitative Projekte für Afrika oder auch Südamerika anbietet.
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