Engerwitzdorf/Puchenau/Ottensheim
Bei Radhauptrouten in Urfahr-Umgebung ist Geduld gefragt
- Günter Gaisbauer bei der Turmöl-Tankstelle in Puchenau. Die Zu- und Ausfahrt bei dieser Tankstelle ist für Radfahrer nicht ungefährlich
- Foto: Gaisbauer
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Zwischen Puchenau und Ottensheim leben Radfahrer gefährlich. In Engerwitzdorf tut sich ein bisschen etwas auf der B125.
URFAHR-UMGEBUNG. Der Engerwitzdorfer Gemeinderat beschloss vor der Sommerpause einstimmig die Planung des Radwegs entlang der Prager Straße (B125) zwischen Linzer Stadtgrenze und Mittertreffling. Das 2,5 Kilometer lange Teilstück soll jetzt als erste Etappe ausgearbeitet werden. Die Kosten für das Projekt werden zu 60 Prozent vom Land OÖ getragen. Engerwitzdorf übernimmt 40 Prozent. Längerfristig plant das Land hier die sogenannte "Radhauptroute 3", eine durchgehende und sichere Verbindung für Alltags- und Freizeit-Radfahrer.
- Bürgermeister Christoph Meisinger begrüßt Radweg-Pläne.
- Foto: Gemeinde Engerwitzdorf
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"Nach vielen Jahren der Diskussion kommen wir nun einen entscheidenden Schritt weiter“, sagt Bürgermeister Christoph Meisinger (ÖVP). In der Folge werden der genaue Verlauf, die technischen Voraussetzungen sowie die nötigen Grundflächen und Anschlüsse geprüft. Ein Zeithorizont wurde allerdings nicht genannt. Mindestens eine Engstelle mit einer Granitfelswand könnte zur Herausforderung werden – MeinBezirk berichtete darüber 2024.
41 Gefahrenstellen gezählt
Während der Radweg zwischen Urfahr und Puchenau oft als Vorzeige-Radhauptroute dient, ist der R1 zwischen Puchenau und Ottensheim genau das Gegenteil. Der Puchenauer Günter Gaisbauer (Die Grünen) hat diesen Abschnitt genauer unter die Lupe genommen und insgesamt 41 Gefahrenstellen ausgemacht. Zu den "Top 3" dieser Gefahrenherde gehören die beiden Ein- und Ausfahrten bei der Turmöltankstelle Puchenau, die auch eine Unfallhäufungsstelle sind. Beim Einbiegen in die Tankstelle auf der stark befahrenen B127 müssen Kfz den Radweg überqueren und übersehen dabei leicht Radfahrer. Auch die Unterführung in Puchenau ist gefährlich, weil sie für Radfahrer und Fußgänger schwer einsehbar ist. Dazu kommen 14%-steile Auf- und Abfahrtsrampen. Immens riskant empfindet Gaisbauer die gerillte Lärmschutzwand bei der Achleitnersiedlung. Der Radweg ist hier nur zwei Meter breit und der Asphalt und die Kanaldeckel sind desolat.
- Bei der Turmöltankstelle in Puchenau kam es schon mehrmals zu Unfällen mit Radfahrern.
- Foto: Gaisbauer
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- Die Unterführung in Puchenau ist schwer einsehbar und hat steile Ein- und Ausfahrtrampen
- Foto: Gaisbauer
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- Die Engstelle bei der gerillten Wand in der Achleitnersiedlung.
- Foto: Gaisbauer
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"Alltags-Radfahrer kennen die Gefahrenstellen bereits, das Problem sind Radfahrer, die hier erstmals vorbeikommen", sagt Gaisbauer, der Druck beim Land OÖ ausüben will.
LILO-Radhauptroute zuerst
Das Büro von Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) ging auf einzelne Punkte von Gaisbauer ein und wird etwa Bewuchs entfernen, beim Dürnbergwirt den Asphalt ausbessern oder Reflektoren bei Granitwänden anbringen. Der Abschnitt Puchenau-Ottensheim bleibt aber zweitrangig. "Unser Schwerpunkt liegt auf der Radhauptroute entlang der LILO zwischen Linz und Alkoven", sagt Landesrat Steinkellner. Eine Verlängerung nach Ottensheim könnte laut Steinkellner im Anschluss erfolgen. Aber: "Voraussetzung dafür ist, dass dieses Vorhaben auch von der Gemeinde Puchenau mitgetragen wird. Derzeit ist diese Unterstützung nicht gegeben."
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