Große Nachfrage übersteigt Angebot

Das Duo „Pauso“: Paul Torreiter und Sophie Ganglberger erspielten beim Jugendwettbewerb einen 1. Preis.
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  • Das Duo „Pauso“: Paul Torreiter und Sophie Ganglberger erspielten beim Jugendwettbewerb einen 1. Preis.
  • Foto: LMS Bad Leonfelden
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BEZIRK (dur). Dass Urfahr-Umgebung ein musikalischer Bezirk ist, wissen viele nicht erst seit dem Erfolg der gebürtigen Altenbergerin Christina Stürmer. Es hat sich auch heuer wieder beim Landeswettbewerb „Prima la Musica“ gezeigt, der Anfang März stattfand. Unter den 694 Musikern bis 19 Jahren waren auch 54 Urfahraner. Vier von ihnen sind unter den 158 Musikern, die Oberösterreich beim Bundeswettbewerb vertreten werden, berichtet Regine Tittgen-Fuchs, Organisatorin von „Prima la Musica“.
Die Erfolge bei diesem Jugendmusikwettbewerb sind aber nur ein kleiner Einblick in die Arbeit der Landesmusikschulen. In den fünf Hauptstandorten und fünf Zweigstellen des Bezirkes wird meist die gesamte Bandbreite an Blas-, Streich- und Tasteninstrumenten angeboten. Einzelne Musikschulen haben Schwerpunkte in ihrem Angebot gesetzt:
In Bad Leonfelden können Instrumente der traditionellen Volksmusik wie Harfe, Zither und Hackbrett erlernt werden. Kurse im Jazz- und Popbereich sowie die einzige Musical Theatre Academy in Oberösterreich werden in Puchenau angeboten.
Im gesamten Bezirk lernen derzeit 4030 Schüler in einer Landesmusikschule. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. In allen Musikschulen ist die Warteliste fast genauso lange wie die Liste der Schüler. Aber: „Manche verlieren während der Wartezeit das Interesse. Viele Kinder sind für zwei, drei Instrumente gleichzeitig angemeldet und lernen dann jenes, wo zuerst ein Platz frei wird“, so Konrad Ganglberger, Direktor in Bad Leonfelden. „Kinder sollen jedoch nur das Instrument lernen, das sie auch wirklich spielen wollen“, sagt Johannes Watzinger von der Musikschule Gallneukirchen.

Alternative Möglichkeiten

Die Wartezeiten sind immer auch vom Instrument abhängig. Maria Peer von der Ottensheimer Musikschule weiß, „bei Gitarren gibt es einen schnelleren Wechsel, Blasmusiker bleiben länger in Ausbildung“. Sie empfiehlt, regelmäßigen Kontakt zur Musikschule zu halten, da sich oft schnell etwas ergeben kann. Nach Möglichkeit können Plätze in Zweigstellen angeboten werden oder die Landesmusikschulen stellen für die Wartezeit Kontakt zu Privatlehrern her. Auch die örtlichen Musikvereine sind kompetente Ansprechpartner, wenn es um Kontakte zu Privatlehrern geht. Die Jugendreferenten engagieren sich sehr für die Ausbildung des Musikernachwuchses.

Jugendarbeit der Vereine

„Die meisten Vereine stellen den Musikschülern Instrumente zur Verfügung, wenn sie später in der Musikkapelle mitspielen“, erzählen die Reichenauer Jugendreferenten Josef Schindlbauer und Lisa Luckeneder aus der Praxis. „Derzeit gibt es in Urfahr-Umgebung 691 aktive Jungmusiker, zu denen man bis 30 Jahre zählt“, so Bezirksjugendreferent Josef Hoffelner. Die Klarinettistin und Jugendbeauftragte Birgit Eder aus Hellmonsödt wirbt mit Flyern, Ferienprogramm und Schulbesuchen um Jungmusiker. Damit die Jungmusiker möglichst viel spielen und Spaß am gemeinsamen Muszieren finden, nimmt sie Florian Barbaric, Jugendreferent und Saxofonist in Kirchschlag, bald in die Jugendkapelle auf.

Musikschulen:

Bad Leonfelden:
Zweigstellen Oberneukirchen, Vorderweißenbach
4190, Kirchenplatz 2
Tel.: 07213/6686
www.lmsbadleonfelden.at

Gallneukirchen:
Zweigstellen Alberndorf, Altenberg
4210, Reichenauerstraße 12
Tel.: 07235/64054
www.lms-gallneukirchen.at

Hellmonsödt:
4202, Badstraße 4
Tel.: 07215/39098
www.landesmusikschulen.at

Ottensheim:
Zweigstelle Gramastetten
4100, Bahnhofstraße 7
Tel.: 07234/82094
www.musikschule.ottensheim.at

Puchenau:
4048, Schulstraße 1
Tel.: 0732/221055353
www.musikschulepuchenau.at

Autor:

Ruth Dunzendorfer aus Urfahr-Umgebung

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