11.12.2017, 13:18 Uhr

Ulrike Rabmer-Koller wurde einstimmig wiedergewählt

WKÖ-Vizepräsidentin und UEAPME-Präsidentin Ulrike Rabmer-Koller (Foto: WKÖ)

Die WKÖ-Vizepräsidentin ist auch für die kommenden zwei Jahre Präsidentin des Europäischen KMU- und Handwerksverbands UEAPME.

BEZIRK. „Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und Garanten für Wachstum, Jobs und Wohlstand in Europa. Sie brauchen eine starke Stimme in der EU und genau das werde ich auch in den kommenden zwei Jahren wieder sein“, erklärte Ulrike Rabmer-Koller, die kürzlich einstimmig für ein weiteres zweijähriges Mandat zur Präsidentin der UEAPME, dem Europäischen KMU- und Handwerksverband, gewählt wurde. Dieser repräsentiert europaweit rund 12 Millionen Unternehmen, insbesondere auch als Sozialpartner auf europäischer Ebene. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen wieder mehr Wertschätzung und wesentliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen wie etwa einen besseren Zugang zu Finanzmitteln und ausreichend qualifizierten Fachkräften, Unterstützung bei der Digitalisierung sowie spürbare Erleichterungen in Sachen Bürokratie."


Greifbare Ergebnisse werden erwartet

Um die Entbürokratisierung für KMU voranzutreiben, wurde der zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans zur UEAPME-Generalversammlung eingeladen und Vorschläge zur besseren Rechtsetzung mit ihm diskutiert. „Wir begrüßen zwar den neuen und pragmatischeren Ansatz der Kommission. Unsere KMU’s erwarten aber endlich greifbare Ergebnisse bei der Vereinfachung des regulatorischen Umfelds. Hier muss und kann noch viel mehr getan werden.“
Wesentliche Erfolge erzielte UEAPME bereits im Bereich KMU-Finanzierung. "Hier ist es gelungen, mehr Unterstützung für die Klein- und Mittelbetriebe aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen zu erhalten und einen KMU-Unterstützungsfaktor bei der Kreditvergabe von Banken an KMU sicherzustellen“, so Rabmer-Koller. “Wir setzen uns aber auch weiterhin dafür ein, dass im zukünftigen EU-Haushalt die KMU-Finanzierung im Mittelpunkt steht, damit diese mehr investieren und ihre Innovationen auch umsetzen können“.

Ein immer drängenderes Problem für kleinere Unternehmen ist der Fachkräftemangel: „Immer mehr Unternehmer berichten von Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern, insbesondere wenn es um neue Technologien geht. Unsere KMU brauchen deshalb konkrete Maßnahmen, einschließlich Reformen in der beruflichen Bildung und am Arbeitsplatz, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, betonte die UEAPME-Präsidentin und fordert eine stärkere Konzentration auf Qualifikationen und Ausbildung. “Last but not least gilt es für Europas kleine und mittlere Betriebe die Digitalisierung als Chance zu gestalten und unseren KMUs zu helfen, diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern."
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