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Über diese Brücke über den Worounitza Bach und mehrere private Grundstücke müsste man gehen, damit man zum Ufer und dem ehemaligen Strandbad Schaffler gelangt.
Lokalaugenschein beim ehemaligen Strandbad Schaffler in Finkenstein am Faaker See: Anrainer erinnern an eine Vereinbarung zwischen der Marktgemeinde und einem Beiträger von 2005: Darin wurde die "langfristige Sicherstellung" von zwei Strandbädern für eine Umwidmung für ein Bauprojekt festgelegt. Öffentlich zugänglich ist heute nur eines der zwei Strandbäder. Bürgermeister Poglitisch(ÖVP) pocht darauf, dass ein Seezugang aufgrund von privaten Grundstücken nicht möglich sei.
FINKENSTEIN. Es ist ein regnerischer Tag, von Badewetter keine Spur. Im Strandbad "Die Sandbank", dem öffentlichen Bad der Marktgemeinde Finkenstein blickt man auf eine verwaiste Wiese. Ein Anrainer hat sich bei uns gemeldet (Anm.: Name der Redaktion bekannt) und um einem Lokalaugenschein gebeten. Seinen Namen will man nicht in der Zeitung sehen.
Ein See im Privatbesitz
Die Sachlage gestaltet sich diffus. Zur Erklärung: Der Faaker See befindet sich im Besitz der Familien Catasta und Bucher, demnach im Privatbesitz. Direkt ans Gemeindebad Sandbank grenzte einst das Strandbad Schaffler. Laut Bürgermeister Christian Poglitsch (ÖVP) besteht dieses Bad seit 15 Jahren nicht mehr. Der einstige Pächter ging in Konkurs, es kam zu Rechtsstreitigkeiten. "Danach ist alles brach gelegen".
Der Worounitza Bach teilt das Strandbad Sandbank und das ehemalige Schaffler-Bad. Nachdem der Badebetrieb eingestellt wurde, wurde eine Hafenanlage errichtet.
Tatsache ist, dass man über mehrere private Grundstücke muss, damit man zum einstigen Strandbad Schaffler kommt. Der Grundstücksbesitzer hat in diesem Bereich eine Bootsanlegestelle errichtet und seinen Privatbesitz weitläufig abgesperrt. Zwischen dem ehemaligen Schaffler Bad und dem öffentlichen Bad der Gemeinde verläuft der Worounitza Bach. Früher gelangte man vom Gemeindebad über eine Brücke zum ehemaligen Strandbad Schaffler. Jetzt befindet sich auch dort ein Zaun, eine Tafel verweist auf das Betretungsverbot.
Ausschnitt aus der Vereinbarung von 2005 zwischen der Marktgemeinde und den Eigentümern. Hier wurde festgelegt, dass die Umwidmung für den Bau einer Wohnanlage an eine Bedingung geknüpft wurde – die langfristige Sicherstellung von zwei öffentlichen Bädern. Mittlerweile gibt es nur noch ein Bad. Um zu Zweiten zu gelangen, müsste man über mehrere private Grundstücke.
Eigentlich könnte man meinen, dass der Sachverhalt durch den Privatbesitz geklärt ist. MeinBezirk liegt aber die Kopie einer Vereinbarung aus dem Jahr 2005 vor. In dieser Vereinbarung zwischen der Marktgemeinde Finkestein am Faaker See sowie dem Seeblick Bauträger und dem Strandbad Seeblick - Sandbank GmbH wird festgehalten, dass auf dem Gelände des Maresch Bades und dem Gelände des Campingplatzes Heffermann beabsichtigt wird, Wohnungen zu bauen. Die Wohnanlage wurde errichtet. Poglitsch hat sich damals im Gemeinderat gegen die Umwidmung ausgesprochen. "Die Umwidmung der Flächen beim ehemaligen Heffermann-Grund war der größte Fehler in der Geschichte der Markgemeinde Finkenstein am Faaker See."
Das gemeindeeigene Strandbad Sandbank spielt alle Stückerln.
Die Vereinbarung der Seeblick Bauträger Gesellschaft und der Marktgemeinde enthält einen brisanten Satz. "Die Gemeinde nimmt die Umwidmung der vorgenannten Grundstücke nur unter der Bedingung vor, dass im derzeitigen "Strandbad Schaffler" sowie im sogenannten Strandbad neu der öffentliche Betrieb langfristig sichergestellt ist." In einem weiteren Satz heißt es: "Diese Vereinbarung gilt auf Bestandsdauer des Strandbades, längstens jedoch für die Zeit von 70 Jahren". Poglitsch kennt diese Vereinbarung. "Es hat für uns keinen Grund gegeben, ein Vorpachtrecht für ein Bad zu ziehen", so der Bürgermeister. "Die Gemeinde hatte auf den hinteren Flächen, wo der Parkplatz ist, ein Vorpachtrecht – aber nicht am See bei den vorderen Flächen. Was hilft einem das, wenn man nicht zum See gelangt? Was mache ich mit dem Bad, wenn ich nicht zum See komme?" Laut dem Bürgermeister liegt der Grundstein für die heutige Debatte mehr als 20 Jahre zurück.
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