28.11.2017, 09:00 Uhr

Mit Kräutern gesund durch die Grippezeit

Christine Spazier ist Expertin wenn es um Kräuter geht (Foto: KK)

Christine Spazier gibt Tipps wie man mit Kräutern gegen Erkältungen und Grippe vorgehen kann.

LANDSKRON (aju). Christine Spazier aus Landskron ist die Landesleiterin der Freunde naturgemäßer Lebensweise und hält selbst Seminar rund um die verschiedensten Kräuter. Für die nahende Erkältungs- und Grippezeit gibt sie deshalb Tipps, die jeder auch zu Hause leicht nachmachen kann.


Stärkung des Immunsystems

Besonders wichtig im Herbst ist vor allem die Stärkung des Immunsystems. Von der Kräuterseite her geht das besonders gut mit Echinacea oder Zistrose. "Durch ständigen Sport, Aufenthalt in der frischen Luft, Spaziergänge tut man seinem Immunsystem zudem immer etwas Gutes", sagt Spazier. Für ältere Menschen eignet sich zur Stärkung zudem noch Weißdorn, Engelwurz und Meisterwurz.

Tee trinken

Hat man sich bereits erkältet, so rät die Kräuterexpertin zu Bettruhe. "Ein grippaler Infekt muss auskuriert werden. Bei Husten hilft Kräutertee mit Thymian, Königskerze, Lungenkraut oder Primelwurzel", sagt Spazier.


Wickelauflagen

Auch Wickelauflagen mit frisch in der Schale gekochten Kartoffeln helfen. Dazu zerstampft man die gekochten Kartoffel, schlägt sie in ein dünnes Tuch ein und legt sie, noch warm, auf. Ebenso kann man dafür gekochten Sterz verwenden. "Weitere Hausmittel sind Zwiebel-Patscherl. Die Zwiebel dazu kleinschneiden, in eine Socke füllen und anziehen. Über die Fußreflexzonen werden die Inhaltsstoffe aufgenommen", sagt Spazier. Zwiebel kann man aber auch einfach aufschneiden und neben das Bett stellen, auch das hilft gegen eine Erkältung oder Grippe.


Gegen Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen helfen vor allem Zitronenwickel. Hierzu die Zitrone in Scheiben schneiden und für einen Halswickel in ein dünnes Tuch einschlagen. Die Wirbelsäule bleibt dabei ausgespart. Bei Halsschmerzen hilft aber auch Oxymel (saurer Honig). Holunderblüte oder Malven werden im Sommer frisch geerntet und mit Essig und Honig gemixt. Die Flüssigkeit ist mindestens ein Jahr haltbar und soll teelöffelweise eingenommen werden. "Schmerzen und Kratzen im Hals werden sofort weniger. Oxymel eignet sich vor allem für Kinder – da kein Alkohol enthalten und durch den Honig angenehm zum Einnehmen ist", sagt Spazier. Gegen Halsschmerzen kann man aber auch Eibischwurzeln über Nacht in kaltem Wasser ansetzen, abseihen und sanft erwärmen. Schluckweise, über den Tag verteilt getrunken, hilft er gegen Halsweh.

Hustensaft selbst herstellen

Kräuterexpertin Christine Spazier gibt Tipps für die Grippezeit:
  • Maiwipferlnsirup: Junge Fichtentriebe (nicht größer als zwei Zentimeter) werden mit Zucker zu Sirup verkocht. 
  • Spitzwegerichsirup selber machen: Spitzwegerichblätter (stark antibiotisch und immunsysstemstärkend) lagenweise mit Zucker in ein breitwandiges Gefäß schlichten und dunkel und kühl für ein paar Monate ruhen lassen.
  • Zwiebelsirup: Eine gehackte Zwiebel mit vier Esslöffel Honig mischen, ein Achtel Liter Wasser zugeben, ein paar Minuten köcheln über Nacht stehen lassen, danach abseihen.
  • Bei Fieber helfen Essigwickel: Warmes Essigwasser im Wickel alle zehn bis fünfzehn Minuten wechseln. Fieber und Entzündungen können auch mit Mädesüß oder Weidenrinde sanft gesenkt werden. "Bei starken Schnupfen kann man Kren reiben, in ein Taschentuch einschlagen und für ein paar Minuten in den Nacken legen", sagt Kräuterexpertin Christine Spazier.
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