19.10.2016, 12:59 Uhr

Wernberger kämpfen um Tempo-30-Beschränkung

Eng, steil, unübersichtliche Kuppe: Gerhild Platzer-Kramer und einige Anrainer möchten Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt vonStallhofen

Früher galt auf der Hauptstraße in Stallhofen Tempo 30. Seit einigen Jahren aber gibt es ein 50er-Limit. Anrainer wollen wieder Urzustand.

WERNBERG (kofi). "Es ist reines Glück, dass hier noch nichts passiert ist." Gerhild Platzer-Kramer steht in Stallhofen am Rande der L47a, der Köstenberger Straße. Die Straße ist auf ein paar Hundert Meter, in verbautem Gebiet, steil, eng und mit einer brisanten Kuppe versehen. Sicht? Gleich null. Dennoch darf man hier laut Gesetz 50 Stundenkilometer fahren.

"Lebensgefährlich"

Zu viel für Platzer-Kramer und einige ihrer Nachbarn. Am Weg von und zum Golfplatz Köstenberg würden viele Autofahrer viel zu schnell fahren, mehrmals habe man nur mit Glück einen Unfall verhindern können. "Es gab schon lebensgefährliche Situationen", sagt Platzer-Kramer. Schrammen an der Leitschie-#+ne sind stille Zeugen dieser Vorfälle.

Früher galt Tempo 30

Seit Jahren kämpfen einige Anrainer bereits für eine Tempo-Reduktion auf 30 km/h. Vergeblich. Dabei möchten die Anrainer keine Sonderbehandlung: Sie verweisen auf andere Ortsdurchfahrten in der Umgebung mit Tempo 30. Und sie erinnern an die "alten Bedingungen". Denn früher hatte die Stallhofen-Durchfahrt sehr wohl eine 30er-Beschränkung. Dann aber sei die einstige Gemeindestraße vom Land Kärnten übernommen worden. Seither darf schneller gefahren werden. Wernbergs Bürgermeister Franz Zwölbar versteht die Sorgen der Anrainer, verweist aber auf die Bezirkshauptmannschaft als zuständige Behörde.

BH sagt "Nein"

Dort beschäftigt man sich seit mehr als sechs Jahren mit der Causa. Und ist heuer zu folgendem Schluss gekommen: Eine Reduzierung der Geschwindigkeit sei aus verkehrstechnischer Sicht nicht nötig. Als Unterstützung verweist man auf Verkehrsbeobachtungen. Deren Fazit: Von 2011 bis 2014 habe es "keinen gemeldeten Verkehrsunfall mit Personenschaden gegeben". Eine Argumentation, die Gerhild Platzer-Kramer zornig macht: "Ist daraus abzuleiten, dass erst eine Person zu Schaden kommen muss, bevor die Behörde eine Maßnahme ergreift?"
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