Wanderung nach Sulzbürg
400 Jahre danach – Frankenburger erinnern an die Exulanten
- Die Wanderer aus Frankenburg erreichten nach 246 Kilometern ihr Ziel.
- Foto: Hans Gleisenberg
- hochgeladen von Hannah Hingsamer
Vor 400 Jahren machten sich rund 300 protestantische Familien aus dem Landl ob der Enns auf den Weg nach Sulzbürg in der Oberpfalz, um dort ihren Glauben frei leben zu können. Eine Gruppe aus Frankenburg nahm dieses historische Ereignis nun zum Anlass für eine besondere Wanderung.
FRANKENBURG. Vor knapp drei Wochen startete eine Gruppe von Frankenburg aus zur „AusWanderung 2026“, um die rund 250 Kilometer lange Strecke zu Fuß zurückzulegen. In zwölf Etappen folgten sie dem möglichen Weg der damaligen Exulanten.
Auf den Spuren der Exulanten
Ein Ziel war, ein Gespür dafür zu bekommen, wie weit diese Strecke ist, wie sie verlaufen sein könnte, wie die Dörfer und Städte heute ausschauen, durch die die Auswanderer von einst gekommen sein mussten. Ein zweites Ziel war sicherlich auch, diesen Vorgängern und ihrer Leistung die Ehre zu erweisen. Beide wurden erreicht.
„Es ist gelungen. Hinter uns liegen mühsame und heitere Stunden, schöne und öde Wegstrecken, und viele, viele Begegnungen in den Quartieren und Labungsstellen, unterwegs und abends. Allen haben wir von diesem Projekt erzählt und vom Würfelspiel. Und ausnahmslos alle unsere Gesprächspartner waren interessiert, gerührt, bewegt“, berichtet Ernst Aicher aus Redleiten, der die Idee zu dieser Wanderung hatte, die letztlich als Projekt der Würfelspielgemeinde von Ex-Obmann Michael Neudorfer umgesetzt wurde.
Großer Empfang für die Gruppe
In Bayern war das Interesse dafür enorm. Mehrere Zeitungen haben über die „Auswanderer“ berichtet, im Internet wurde die Gruppe begleitet und ermutigt. Daraus entstand auch ihr Name: die „Frankenburger WunderWanderWürfler“. Als man nach 246 gewanderten Kilometern in Sulzbürg ankam, war der halbe Ort auf den Beinen, um die AusWanderer willkommen zu heißen. Bürgermeister Martin Hundsdorfer sagte beim Empfang: „Ihr habt eine Geschichte, die so tragisch begonnen hat, 400 Jahre später zu einem guten Ende gebracht. Dafür kann man euch gar nicht genug danken!“
Weitere Beiträge
Aktuelle Nachrichten aus Vöcklabruck auf
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.