Wetter
Nach kaltem Mai geht es heiß her

Nach der großen Trockenheit hat der ergiebige Regen im Mai der Natur besonders gut getan.
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Für die Landwirtschaft gab es den ersehnten Regen. Der Juni startet mit sommerlichen Temperaturen.

BEZIRK (ju). "Am vergangenen Sonntag gab es bereits einen Vorgeschmack auf den Sommer", sagt Meteorologe Wolfgang Traunmüller von Blue Sky Wetteranalysen. Bei der Wetterstation in Attnang-Puchheim wurden 27 Grad gemessen. "Jetzt geht es in Richtung 30 Grad", prognostizierte Traunmüller Anfang der Woche. Nach dem im Schnitt um zwei bis drei Grad zu kalten und zu nassen Mai scheine sich nun ein Hoch zu etablieren. "Dazu kommen aber immer wieder kleinere Störungen." Der meteorologische Sommer beginnt mit 1. Juni. Und die Temperaturen liegen derzeit über dem langjährigen Durchschnitt. Bis zur Monatsmitte sei mit Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad zu rechnen. "Die sogenannte Schafskälte ist nicht in Sicht", betont Traunmüller. Wie es mit dem Sommer danach weitergeht, lasse sich noch nicht genau voraussagen.

Für die Landwirtschaft war der ergiebige Niederschlag der vergangenen Wochen ein Segen. Nach der extremen Trockenheit im April hatte man bereits Befürchtungen, dass es größere Ausfälle geben könnte. "Der Regen ist genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen", sagt Rudolf Stockinger, Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer Gmunden-Vöcklabruck. "Die Vegetation ist vielleicht ein bisserl später dran, aber das macht nichts", freut sich Stockinger über eine insgesamt positive Entwicklung im Grünland und auch bei den Feldfrüchten. Einzig das Soja habe ein wenig unter der Kälte gelitten.

Borkenkäfer wurde gebremst

Positiv ausgewirkt haben sich Regen und kühle Temperaturen auch auf den Wald. "Zum einen wurden die Wassertanks aufgefüllt und zum anderen hat sich die Käferpopulation verzögert", so Stockinger. Weil sie heuer auch nicht geblüht hatten, haben die Bäume weniger Stress. Sie können dadurch mehr Harz produzieren und sich besser gegen den Borkenkäferbefall wehren.
Vom schlechten Wetter wenig betroffen war der Tourismus in der Attersee-Region. "Die Buchungen sind aufgrund der Wetterlage etwas verzögert, aber da der Sommer am See immer gut gebucht ist, gibt es erfreulicherweise keinerlei Auswirkungen für uns", sagt Angelina Eggl, die neue Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Attersee-Attergau. "Wir sind mit den bisherigen Sommerbuchungen sehr zufrieden und freuen uns, wenn Gäste auch den Herbst nutzen, um in unsere Region zu kommen", so Eggl.

Serie zu warmer Monate endet

"Nach 13 zu warmen Monaten in Serie war der heurige Mai deutlich kälter als normal", sagt Meteorologe Christian Brandstätter von METEO-data Limited aus Seewalchen. An keinem einzigen Tag sei die 25-Grad-Marke (Sommertag) überschritten worden. Zuletzt war dies laut Brandstätter im Jahr 2004 der Fall. Beachtlich war vor allem auch der massive Kaltlufteinbruch am 5. Mai, der Schneefälle bis auf unter 500 Meter Seehöhe brachte. Schnee im Mai gab es zuletzt vor 14 Jahren. Schnee zum Sommerbeginn hat es aber auch früher gegeben. "In Zeiten der Klimaveränderung fast nicht zu glauben, aber die Wetterchronik der METEO-data hat es festgehalten: Vom 1. bis 3. Juni 1962 gab es einen verbreiteten Wintereinbruch mit bis zu zehn Zentimeter Schnee", berichtet Brandstätter. Die Temperaturen sanken damals bis minus drei Grad.

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