08.03.2018, 16:11 Uhr

Kindesentziehung in letzter Minute gestoppt

Durch österreichweite Zusammenarbeit konnten die Polizisten den Mann stoppen. (Foto: Picture Factory/Fotolia)

Etwa 20 Kilometer vor der ungarischen Grenze stoppten Polizisten einen Mann, der seine Kinder aus dem Bezirk Vöcklabruck nach Rumänien bringen wollte.

BEZIRK. Bei einer Polizeiinspektion im Bezirk Vöcklabruck meldete gestern, Mittwoch, gegen 0.30 Uhr eine Rumänin, dass ihr Noch-Ehemann nach einem Streit die beiden Söhne aus der gemeinsamen Wohnung mitgenommen habe. Nun sei er mit ihnen unterwegs nach Rumänien.

Mit Selbstmord gedroht

Laut Polizei wird der Mann zudem verdächtigt, dass er einige Tage zuvor seiner Frau mit Selbstmord gedroht hatte, wenn die Kinder nicht mit ihm nach Rumänien zurückgehen. Da der Mann keinen Führerschein besitzt, organisierte er einen Chaffeur, der ihn und seinen Bruder mit den Kindern nach Rumänien fahren sollte, berichtet die Polizei weiter.

Kurz vor der Grenze gestoppt

Die Polizisten leiteten sofort gemeinsam mit dem dem Landeskriminalamt Oberösterreich, mit der Staatsanwaltschaft Wels und mit weiteren Landeskriminalämtern die Fahndung im gesamten Bundesgebiet ein. Rund 20 Kilometer vor der ungarischen Grenze konnte das Auto schließlich von der Autobahnpolizisten aus Potzneusiedl (Bezirk Neusiedl, Burgenland) gestoppt werden. Die Polizei übergab die beiden Buben wohlauf der Mutter und sprach gegen den Vater ein Betretungsverbot aus. Die Beschuldigten werden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß angezeigt.
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