Bezahlte Anzeige

Mit Worten, Musik und Kunst gegen das Ustascha- und Nazitreffen in Bleiburg

Für ein Verbot von Ustaša- und Nazitreffen!
15Bilder
  • Für ein Verbot von Ustaša- und Nazitreffen!
  • Foto: Walter Polesnik
  • hochgeladen von Bettina Pirker

Antifaschistischer Grundkonsens, Sorge um das Wiedererstarken von faschistischem Gedankengut und Freude über Straches Rücktritt auf der Demo am Samstag im Bleiburger Zentrum.

Im Bleiburger Zentrum demonstrierten heute GegnerInnen des Ustascha- und Nazitreffens für ein Verbot. Redebeiträge gab es unter anderem von Martin Diendorfer (Kärnten andas), Olga Voglauer (Grüne) und Lydia Bißmann (KPÖ). Musik gab es von Guiseppe Contra und der Gruppe Bališ. Hans-Peter Profunser präsentierte seine eigens für diesen Anlass angefertigte Skulptur "a Mordshetz". Die Demo verlief friedlich.

Gemeinsamer Wunsch aller TeilnehmerInnen war, dass in Bleiburg/Pliberk, in Kärnten/Koroška, in ganz Österreich und Europa keine Ustaša- & Nazi-Treffen stattfinden.

Martin Diendorfer (Kärnten andas) hätte lieber ein Freudenfest gefeiert: "Wir stehen heute hier und können nicht das tun, was wir eigentlich tun sollten: Nämlich das Ende der schrecklichsten Tyranneien feiern, die Europa je erlebt – Tyranneien, die Europa in Schutt und Asche gelegt haben. Stattdessen müssen wir hier gegen die Verherrlichung und das Wiedererstarken dieser faschistischen Ideologien auftreten. Warum? Weil die österreichische Politik und die österreichischen Behörden den antifaschistischen Auftrag des österreichischen Staatsvertrages vergessen haben!"

Die grüne EU-Kandidatin Olga Voglauer sagt klar, was sie vom Ustaša-Treffen hält: "Täter-Verehrung sichert keinen Frieden für Europa! Wiederbetätigung und Verstöße gegen das Verbotsgesetz sind beim Ustaša-Treffen Programm. Unser Widerstand ist hier Pflicht."

Lydia Bißmann (KPÖ Graz) macht klar, dass Trauer anders aussieht, als am Loibacher Feld: „Wenn bei einer sogenannten Gedenkfeier Embleme von Nazis und ihren Kollaborateuren getragen werden, hat das nichts mehr mit Trauer oder Versöhnung zu tun. Das ist zynisch, menschenverachtend und destruktiv.

Einigkeit herrschte unter den TeilnehmerInnen, dass antifaschistischer Widerstand eine Woche vor der EU-Wahl und gerade in Zeiten, in denen, wie sie Oskar Deutsch genannt hat, „die Nachfolger der Vorgänger der Nazis“, nicht nur in Österreich, wieder in Regierungsämtern sitzen, mehr als wichtig ist! Als gegen Ende der Demo die aktuelle Info des Tages die Demonstrierenden erreichte, rief man mehrfach im Chor: "Strache ist weg!" und Hoffnung keimte auf, dass bald auch die ewiggestrigen Ustascha- und Naziverehrer nicht mehr in Bleiburg ihr faschistisches Gedankengut zelebrieren dürfen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen