05.12.2017, 18:00 Uhr

Eisenkappel-Vellach verliert 73 Einwohner in zwei Jahren

Die Gemeinde Eisenkappel-Vellach hat von 2015 auf 2016 insgesamt 7 Einwohner verloren

Das zeigen Zahlen, die für die Zuteilung der Ertragsanteile für das Finanzjahr 2018 grundlegend sind.

VÖLKERMARKT. Vor Kurzem wurden von der Statistik Austria die Bevölkerungszahlen veröffentlicht, die die Basis für die Zuteilung von den Ertragsanteilen im Finanzjahr 2018 (siehe Grafik) bilden. Maßgeblich dafür ist der Bevölkerungsstand vom 31. Oktober 2016. Sieht man sich die Bevölkerungszahlen der vergangenen Jahre an, wird deutlich, dass sich der Bezirk, entgegen dem Kärnten-Trend, entwickelt. Insgesamt weisen Prognosen Kärnten als Schlusslicht der Bevölkerungsentwicklung aus, doch im Bezirk Völkermarkt konnten acht von 13 Gemeinden am 31. Oktober 2016 einen höheren Bevölkerungsstand aufweisen als zum Vergleichzeitraum des Jahres 2015.

Rückgang der Asylwerber

Die Bevölkerungszahl ist die wesentlichste Komponente für die Verteilung der Ertragsanteile. Hierbei gilt allerdings: Zuerst werden die Anteile der Gemeinden auf die Bundesländer verteilt. Zuletzt erst wird innerhalb des Bundeslandes auf die Gemeinden verteilt, je nach Bevölkerungsentwicklung. Die Zahlen der Statistik Austria zeigen deutlich, dass die Gemeinde Eisenkappel-Vellach die meisten Einwohner verloren hat. Vom 31. Oktober 2015 auf 31. Oktober 2016 haben insgesamt 73 Menschen die Gemeinde verlassen. "Der Verlust ist größtenteils auf den Rückgang der Asylwerber zurückzuführen", verrät Amtsleiter Ferdinand Bevc. Die Abwanderung zu stoppen, ist vor allem für Landgemeinden eine große Herausforderung: "Mit immer weniger Geld ist es noch schwieriger, geeignete Maßnahmen zu ergreifen."

Die laufenden Kosten decken

Für jeden der rund 2.300 Einwohner erhält die Gemeinde zirka 800 Euro. Insgesamt ergibt sich daraus eine Summe von 1,9 Millionen Euro. "Auch im letzten Jahr war die Summe der Ertragsanteile zirka gleich. Die Ertragsanteile sind die Haupteinnahmequelle im ordentlichen Haushalt. Mit diesem Geld wird die laufende Verwaltung wie Feuerwehr, Kindergarten, Schule, Straßen und Schneeräumung bezahlt", so Bevc. Den größten Zuwachs im Bezirk konnte in den letzten Jahren die Gemeinde Bleiburg verbuchen. "Wir freuen uns natürlich über den Zuwachs. Da wir aber noch nicht genau über die Zahlen gesprochen haben, kann ich noch nichts zu den Ertragsanteilen für 2018 sagen", so Amtsleiterin Claudia Kralj. Auch in der Gemeinde Neuhaus gab es mit einem Plus von 28 Bürgern einen Zuwachs. "Wir sind eine attraktive Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität. Außerdem versuchen wir auch, die Familien in unserer Gemeinde bestmöglich zu unterstützen", erklärt Amtsleiterin Regina Wiedl. Im Finanzjahr 2017 wurden der Gemeinde insgesamt 775.800 Euro an Ertragsanteilen ausbezahlt.
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